24 March 2026, 20:24

Ansgar Heveling soll neuer Präsident des Bundesrechnungshofs werden

Schwarzes und weißes Porträt von Johann Wolfgang von Goethe in einer schwarzen Robe auf einem alten Dokument aus dem Jahr 1789 mit sichtbarem Text.

Ansgar Heveling soll neuer Präsident des Bundesrechnungshofs werden

Ansgar Heveling, CDU-Abgeordneter und juristischer Berater, steht kurz davor, das Amt des Präsidenten des Bundesrechnungshofs zu übernehmen. Die Entscheidung folgt einem Vorschlag der regierenden schwarz-roten Koalition; der Bundestag soll seine Ernennung voraussichtlich Anfang Mai bestätigen. Seine Nominierung wird bereits von der SPD unterstützt, dem kleineren Koalitionspartner.

Jens Spahn, Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, gab Hevelings Auswahl am Dienstag während einer Fraktionssitzung bekannt. Der 57-jährige Jurist aus Nordrhein-Westfalen fungiert seit 2018 als rechtlicher Berater der Unionsfraktion. Fraktionsführer betonten, seine Erfahrung garantiere Vertrautheit mit dem Prinzip der "richterlichen Unabhängigkeit" – ein Grundpfeiler der Arbeit des Rechnungshofs.

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Der Bundesrechnungshof sah sich in den vergangenen Jahren wachsenden Herausforderungen gegenüber. Zwischen 2021 und 2025 gehörten zu seinen Aufgaben die Prüfung risikoreicher Corona-Hilfskredite, IT-Pannen bei Digitalisierungsprojekten der Regierung sowie Ineffizienzen bei Rüstungsbeschaffungen. Berichte aus den Jahren 2025 und 2026 kritisierten lasche Haushaltsdisziplin und bürokratische Verzögerungen, was zu Spannungen mit der aktuellen Regierung führte.

Mit Hevelings Wechsel bleibt unklar, wer ihn als juristischen Berater der CDU/CSU ersetzen wird. Der Rechnungshof selbst hatte bereits mit Personalmangel und verfahrensrechtlichen Hürden zu kämpfen – insbesondere während der Energiekrise und der Debatten über die Verteidigungshaushalte.

Die Abstimmung im Bundestag Anfang Mai wird Hevelings Führung der Finanzkontrollbehörde offiziell besiegeln. Zu seinen Aufgaben wird die Überwachung der Bundesausgaben sowie die Bewältigung langjähriger Probleme in der öffentlichen Verwaltung gehören. Die zügige Einigung der Koalition auf seine Nominierung deutet auf breite politische Unterstützung für die Personalie hin.

Quelle