A59-Ausbau in Duisburg: Warum Anwohner und Stadt gegen die Autobahn GmbH kämpfen
Andrew GudeA59-Ausbau in Duisburg: Warum Anwohner und Stadt gegen die Autobahn GmbH kämpfen
Pläne zum Ausbau der A59 in Duisburg stoßen auf massiven Widerstand
Die geplante Erweiterung eines 6,7 Kilometer langen Abschnitts der Autobahn A59 in Duisburg hat bei Anwohnern heftigen Protest ausgelöst. Besonders im Stadtteil Meiderich mehren sich die Klagen: Die Bürger fürchten Lärmbelästigung, den Verlust von Tageslicht und erhöhte Sicherheitsrisiken durch das Vorhaben.
Das Ausbauprojekt begann mit einem symbolischen Spatenstich für den Ersatz einer maroden Brücke auf der A59. Doch die weiteren Pläne – darunter ein umstrittenes Tunnelvorhaben – bleiben hochumstritten.
Die Autobahn GmbH, die für das Projekt zuständige Bundesbehörde, lehnte die Tunnelvariante ab. Als Begründung verwies sie auf eine Machbarkeitsstudie, die vor Risiken durch Gefahrguttransporte und Schwerlastverkehr in einem Tunnel warnte. Zudem würde die Untertunnelung die Kosten um 2,3 Milliarden Euro erhöhen und die Fertigstellung um Jahre verzögern, so die Behörde.
Die Stadtverwaltung hingegen besteht auf den Tunnel als beste Lösung. Sie widerspricht den Argumenten der Autobahn GmbH und verweist auf andere deutsche Tunnel, die bereits ähnlichen Verkehr bewältigen. Der lokale Politiker Link warnte zudem, dass Lärmschutzwände das Sonnenlicht blockieren und manche Häuser nur noch wenige Stunden Tageslicht erhalten würden.
Da die Bundesbehörde nicht nachgeben will, prüft die Stadt nun rechtliche Schritte gegen die aktuellen Pläne.
Der Streit lässt den Ausbau der A59 vorerst in der Schwebe. Während die Anwohner weiter protestieren, beraten die Verantwortlichen über das weitere Vorgehen. Sollte es keine Einigung geben, drohen weitere Verzögerungen – oder gar ein juristischer Machtkampf.






