Münster feiert 377 Jahre Westfälischen Frieden mit historischen Einblicken und ökumenischer Vesper
Andrew GudeMünster feiert 377 Jahre Westfälischen Frieden mit historischen Einblicken und ökumenischer Vesper
Münster bereitet sich auf die Feierlichkeiten zum 377. Jahrestag des Westfälischen Friedens vor – jenes historischen Vertrages, der den Dreißigjährigen Krieg beendete. Am 24. und 25. Oktober lädt die Stadt zu einer Reihe von Veranstaltungen ein, um an das 1648 geschlossene Abkommen zu erinnern. Bürgerinnen und Bürger sowie Gäste sind herzlich eingeladen, an den Gedenkfeiern teilzunehmen.
Die Festlichkeiten beginnen an beiden Tagen mit dem Hissen der Stadtflagge am Stadtweinhaus – ein symbolträchtiger Akt, der die bleibende Bedeutung des Friedensschlusses für die europäische Geschichte unterstreicht.
Am 24. Oktober öffnet der Friedensaal im Historischen Rathaus seine Türen kostenlos für die Öffentlichkeit. Der in seinem ursprünglichen Zustand erhaltene Raum bietet die seltene Gelegenheit, in die Vergangenheit einzutauchen und den Ort zu erleben, an dem einst über den Vertrag verhandelt wurde.
Besucherinnen und Besucher können zudem im Bürgersaal des Rathauses ihr persönliches Zeichen setzen und Eintragungen im „Buch des Friedens“ hinterlassen. Das Buch sammelt Botschaften, Hoffnungen und Wünsche für den Frieden von allen Teilnehmenden.
Am Abend desselben Tages laden die katholische Kirchengemeinde St. Lamberti und die evangelische Apostelkirchengemeinde zur traditionellen ökumenischen Friedensvesper ein. Der Gottesdienst, der um 18:00 Uhr in der Lambertikirche beginnt, knüpft an eine lange Tradition der Einheit und Besinnung an.
Der Westfälische Friede prägt Münster bis heute und brachte der Stadt das renommierte Europäische Kulturerbe-Siegel ein. Die Jubiläumsveranstaltungen verbinden historische Einblicke mit öffentlicher Teilhabe. Vom geöffneten Friedensaal bis zum ökumenischen Gottesdienst würdigt das Programm einen Vertrag, der die moderne Diplomatie maßgeblich formte. Münsters Gedenkfeiern erinnern an das nachhaltige Erbe, das dieser Friede für Europa hinterlassen hat.






