30 May 2026, 10:21

400 Kisten gerettete Lebensmittel füllen Dortmunder Friedensplatz – ein Weckruf gegen Verschwendung

Aktion gegen Lebensmittelverschwendung: Über fünf Tonnen Essen auf dem Friedensplatz verteilt

400 Kisten gerettete Lebensmittel füllen Dortmunder Friedensplatz – ein Weckruf gegen Verschwendung

Eindrucksvolle Mahnung gegen Lebensmittelverschwendung: Über 400 Kisten geretteter Lebensmittel füllen Dortmunder Friedensplatz

Am Samstag, dem 27. September 2025, bot der Dortmunder Friedensplatz ein beeindruckendes Bild: Mehr als 400 Kisten mit geretteten Lebensmitteln wurden hier von foodsharing Dortmund e.V. ausgestellt, um auf das Ausmaß der Lebensmittelverschwendung in der Stadt aufmerksam zu machen. Über fünf Tonnen Nahrungsmittel – stammen aus Supermärkten, Bäckereien und Großhändlern – lagen für Passanten zum Mitnehmen bereit.

Die geretteten Waren, von frischem Obst und Gemüse bis hin zu Backwaren, waren in den Tagen zuvor von Ehrenamtlichen eingesammelt worden. Besucher konnten sich bedienen und die Lebensmittel in mitgebrachten Behältnissen oder einer von 1.000 wiederverwendbaren Stofftaschen verstauen, die vom städtischen Entsorgungsbetrieb EDG zur Verfügung gestellt worden waren. Ein „Smoothie-Fahrrad“ lud zum Strampeln ein, um aus gerettetem Obst frische Drinks zu mixen, während Infostände über die Bedeutung von Abfallvermeidung aufklärten.

Symbolträchtiger Ort – fehlende Politiker Der Standort direkt vor dem Rathaus war mit Bedacht gewählt: Die Organisatoren wollten damit lokale Politiker zum Handeln bewegen und bessere Strategien gegen Lebensmittelverschwendung einfordern. Doch weder Stadträte noch Vertreter der Verwaltung zeigten sich – ein Umstand, den Dennis Görlich, Vorsitzender von foodsharing Dortmund, mit Enttäuschung registrierte. Die Abwesenheit nannte er „bedauerlich“, doch die schiere Menge der geretteten Lebensmittel, die Dutzende Tische füllte, spreche „für sich selbst“.

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Trotz fehlender offizieller Beteiligung werteten die Veranstalter den Tag als Erfolg. Die Debatte über Lebensmittelverschwendung kam in Gang, und bei der abschließenden Verteilung bildeten sich lange Schlangen von Anwohnern, die mit Tüten voller kostenloser, hochwertiger Ware nach Hause gingen. Görlich zeigte sich fassungslos über das Ausmaß der Rettungsaktion: „Es ist schockierend zu sehen, was sonst einfach weggeworfen worden wäre.“

Ausblick: Wiederholung und politische Forderungen Angesichts der starken Resonanz und der Dringlichkeit des Themas plant die Initiative, ähnliche Aktionen zu wiederholen. foodsharing Dortmund betont, wie wichtig Aufklärung bleibt – besonders, da Ehrenamtliche weiterhin große Mengen genießbarer Lebensmittel aus Betrieben bergen. Nun soll der Schwung genutzt werden, um sowohl bürgerschaftliches Engagement als auch politische Maßnahmen voranzutreiben, die die Verschwendung in der Stadt nachhaltig reduzieren.

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