03 April 2026, 04:22

14,3 Millionen Euro retten fünf Dörfer im Kreis Heinsberg vor dem Verfall

Plakat mit Bumen- und Himmel-Hintergrund, mit dem Text "Investing in Communities: Größteste Investition in löndliche Elektrizität seit dem New Deal".

14,3 Millionen Euro retten fünf Dörfer im Kreis Heinsberg vor dem Verfall

Nordrhein-Westfalens Bauministerin Ina Scharrenbach hat 14,3 Millionen Euro für die Wiederbelebung von fünf Dörfern im Kreis Heinsberg (Erkelenz) angekündigt. Der Besuch fand am Montag, den 10. November 2025, in der Herz-Jesu-Kirche in Kuckum statt. Die Ortschaften waren einst durch den Braunkohleabbau vom Abriss bedroht, erhalten nun aber eine neue Perspektive – dank des beschleunigten Kohleausstiegs des Landes.

Die sechs Dörfer Keyenberg, Kuckum, Oberwestrich, Unterwestrich, Berverath sowie das neu benannte Bürgewald (ehemals Morschenich) wurden gerettet, nachdem im Oktober 2022 eine Vereinbarung zum schnelleren Ausstieg aus der Braunkohle getroffen worden war. Ministerin Scharrenbach besuchte das Gebiet in der Nähe der Tagebaue Hambach und Garzweiler und betonte, dass die Energiewende den Menschen nicht nur ihre Häuser, sondern auch ihre Zukunft zurückgeben müsse.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Für die erhaltenen Dörfer im Kreis Heinsberg rechnet man mit insgesamt rund 170 Millionen Euro an Fördermitteln. Ehemalige Bewohner:innen und lokale Arbeitskräfte sollen die Möglichkeit erhalten, dort Eigentum zu erwerben. In Bürgewald sind bereits 60 Millionen Euro vorgesehen – als erstes Projekt soll die historische Kirche wiederaufgebaut werden.

Die neuen Mittel fließen in die Modernisierung der Grundinfrastruktur, darunter Kanalisation und Straßen. Aus dem ehemaligen Kindergarten in Keyenberg wird ein neues Dorfgemeinschaftszentrum. Scharrenbach unterstrich, dass es bei der Revitalisierung nicht nur um Gebäude gehe, sondern auch um den sozialen Zusammenhalt der Gemeinden.

Die 14,3 Millionen Euro markieren einen wichtigen Schritt bei der Umgestaltung von Dörfern, die einst dem Abriss geweiht waren. Mit weiteren Fördergeldern rückt nun die Modernisierung der Infrastruktur und die Rückgewinnung des lokalen Lebens in den Fokus. Das Projekt steht symbolisch für den Strukturwandel weg von der Kohle – und soll sicherstellen, dass diese Gemeinden auch in Zukunft lebenswert bleiben.

Quelle