15 April 2026, 14:26

Zwei Geflüchtete berichten in Köln von ihrem Neuanfang in Deutschland

Plakat mit einer Weltkarte und Text, der "Wo die Opfer sind: Retten Sie die Überlebenden - 3.950.000 hungernde Menschen" betont, die Auswirkungen des Krieges hervorhebt und zum Handeln aufruft.

Zwei Geflüchtete berichten in Köln von ihrem Neuanfang in Deutschland

Veranstaltung in Köln: Zwei Geflüchtete erzählen, wie sie in Deutschland neu begannen

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Am 28. November findet in Köln die Veranstaltung "Angekommen – Erlebnisse und Leben in Deutschland/Schildgen" im Himmel un Ääd statt. Dort berichten zwei Geflüchtete aus erster Hand von ihrem Neuanfang in Deutschland – von Herausforderungen, Durchhaltevermögen und gelungener Integration. Der Abend ist Teil der gleichnamigen Ausstellung "Angekommen", die bis zum 6. Dezember im selben Haus zu sehen ist und Porträts von Geflüchteten zeigt, die in der Region eine neue Heimat gefunden haben.

Habte Abrahle floh aus Eritrea, wo ihn die zwangsweise, unbegrenzte Wehrpflicht und extreme Entbehrungen zur Flucht trieben. Seine Odyssee führte ihn durch die Sahara – gepfercht in einen überfüllten Lkw, mit kaum Nahrung oder Wasser. Viele, die denselben Weg einschlugen, überlebten ihn nicht.

2015 kam er nach Deutschland und verbrachte die ersten Monate in einem Zelt, später in einem Container. Freiwillige halfen ihm, ein Zimmer zu finden und einen Deutschkurs zu beginnen. Mit dem B1-Sprachzertifikat in der Tasche musste er seine Weiterbildung unterbrechen, um arbeiten und seiner Familie Geld zu schicken.

Heute arbeitet Abrahle fest angestellt als Greenkeeper auf einem Golfplatz – zuvor war er als Bäcker tätig. Seine Frau, von der er sechs Jahre getrennt war, konnte 2021 endlich zu ihm nach Deutschland nachziehen. Mittlerweile hat das Paar drei Kinder. Rassistische Erfahrungen zu Beginn seiner Zeit in Deutschland stellten seine Entschlossenheit auf die Probe, doch er ließ sich nicht beirren. Solche Vorfälle belasten ihn heute nicht mehr.

Bei der Veranstaltung im Himmel un Ääd wird Abrahle gemeinsam mit einer weiteren geflüchteten Person von ihren Wegen erzählen – von Rückschlägen und Erfolgen. Ihre Geschichten sind Teil der Ausstellung "Angekommen", die Geflüchtete porträtiert, die in der Region Fuß gefasst haben.

Die Veranstaltung am 28. November wirft ein Licht auf die Hürden und Triumphe eines Neuanfangs in der Fremde. Abrahles Weg – vom Überlebenskampf in der Wüste bis zur gesicherten Existenz in Deutschland – steht für Leid und Hoffnung zugleich. Ausstellung und Gesprächsabend sollen das Verständnis für die Erfahrungen von Geflüchteten in der lokalen Gemeinschaft fördern.

Quelle