Wuppertal tanzt gegen Gewalt: Flashmob für eine Milliarde aufstehender Frauen
Albin ReisingWuppertal tanzt gegen Gewalt: Flashmob für eine Milliarde aufstehender Frauen
Wuppertal schließt sich 'One Billion Rising'-Kampagne an – Flashmob gegen Gewalt an Frauen
Mit einem Flashmob hat sich Wuppertal der weltweiten Aktion One Billion Rising angeschlossen, um gegen Gewalt an Frauen zu protestieren. Auf dem Johannes-Rau-Platz tanzten Teilnehmerinnen und Teilnehmer und schwenkten rote Tücher, um auf das Thema aufmerksam zu machen. Die Organisatorinnen verlegten den Termin bewusst, um Schulen die Teilnahme zu ermöglichen – ein Zeichen für die wachsende lokale Unterstützung der Kampagne.
Der Protest in Wuppertal fand einen Tag vor dem offiziellen Aktionsdatum am 14. Februar statt. Durch die Vorverlegung konnten Schulklassen an der Demonstration teilnehmen. Auf dem Platz versammelten sich Menschen, tanzten zum Lied Dance to stop the pain und hielten dabei rote Stoffbahnen hoch.
Das Wuppertaler Frauenhaus ist seit Monaten durchgehend voll belegt. Allein im Jahr 2025 wurden in der Stadt fast 1.000 Fälle von häuslicher Gewalt registriert, wobei der Großteil der Opfer Frauen waren. Diese Zahlen unterstreichen den anhaltenden Bedarf an Aufklärung und Unterstützungsangeboten.
Die Wuppertaler Veranstaltung ist Teil einer bundesweiten Bewegung. Zwar gibt es keine genaue Zahl der teilnehmenden Städte, doch eine Karte der Aktionen 2026 zeigt Beteiligungen aus Orten wie Genthin, Saarbrücken, Brake, Jerichow, Elbe-Parey und Burg. Weitere Demonstrationen sind für den Valentinstag in den Nachbarstädten Solingen, Sprockhövel und Wülfrath geplant.
Die Kampagne lenkt weiterhin die Aufmerksamkeit auf geschlechtsspezifische Gewalt in ganz Deutschland. Der vorgezogene Termin in Wuppertal und die ausgelastete Kapazität des Frauenhauses verdeutlichen die Dringlichkeit des Themas. Im Rahmen der Initiative 2026 werden zudem weitere Kundgebungen in der Region stattfinden.
How Wuppertal's Flashmob Gained Momentum Before the Event
Wuppertal's One Billion Rising flashmob was preceded by open dance rehearsals to lower participation barriers. The city offered sessions on 9 February (20:00–21:00) and 12 February (15:00–17:00) at the Urban Art Complex. Soroptimist-Clubs added symbolic weight by distributing red shoes for victims and operating an info table during the protest.






