05 April 2026, 02:23

Wie ein deutsches Start-up mit Duschwasser Heizkosten spart – und warum es in Deutschland kaum bekannt ist

Ein detailliertes technisches Zeichnung eines zylindrischen Wasserheizboilers mit Rohren und Ventilen, das in einem Haus mit umgebenden Wänden zentriert ist.

Wie ein deutsches Start-up mit Duschwasser Heizkosten spart – und warum es in Deutschland kaum bekannt ist

Ein deutsches Start-up hilft Haushalten, Energiekosten zu sparen – durch die Wiederverwertung von Wärme aus Duschwasser. Die Unocconi GmbH, gegründet von Steffen Nittbaur und seinem Sohn Valentin, hat sich auf Systeme spezialisiert, die die Abwärme nutzen, bevor sie im Abfluss verschwindet. Mit über 120.000 Installationen in ganz Europa gewinnt die Technologie zunehmend an Bedeutung – doch in ihrem Heimatland bleibt sie weitgehend unbekannt.

Steffen Nittbaur, 60 Jahre alt und gelernter Industrieingenieur, arbeitete 25 Jahre lang bei Mercedes-Benz, bevor er Unocconi ins Leben rief. Sein Wechsel in den Nachhaltigkeitsbereich folgte auf ein berufsbegleitendes Masterstudium der Umweltwissenschaften. Gemeinsam mit seinem Sohn Valentin, der zwei Abschlüsse in Betriebswirtschaft hält, gründete er das Unternehmen in Filderstadt.

Die Technologie funktioniert, indem sie die Wärme aus dem abfließenden Abwasser zurückgewinnt. Diese rückgewonnene Energie kann dann das einströmende Kaltwasser vorwärmen und so den Energiebedarf für die Erwärmung deutlich reduzieren. Experten zählen die Methode zu den effektivsten Möglichkeiten, den Energieverbrauch in Gebäuden zu senken.

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In Europa haben Länder wie die Schweiz, die Niederlande, das Vereinigte Königreich und Belgien die Systeme bereits flächendeckend eingeführt. Angesichts steigender Energiepreise wird die Lösung immer attraktiver. Doch in Deutschland hemmen regulatorische Hürden die Verbreitung – obwohl die Technologie für alle Neubauten und Sanierungen empfohlen wird.

Die Wärmeückgewinnungssysteme von Unocconi sind bereits in über 120.000 Haushalten im Einsatz und beweisen ihren Nutzen bei der Kostensenkung und Emissionsreduzierung. Während die Nachfrage im Ausland wächst, hinkt der deutsche Markt noch hinterher. Das Unternehmen setzt sich weiterhin für eine größere Anerkennung ein, da Energieeffizienz für immer mehr Haushalte zur Priorität wird.

Quelle