Weiße Ellipsen auf Straßen sollen Motorradfahrer vor Kurvenunfällen schützen
Marit CichoriusWeiße Ellipsen auf Straßen sollen Motorradfahrer vor Kurvenunfällen schützen
Deutschland weitet die Nutzung weißer elliptischer Straßenmarkierungen aus, um die Sicherheit von Motorradfahrern an gefährlichen Kurven zu verbessern. Bis Ende 2024 sollen rund 1.200 Kilometer Bundes- und Landesstraßen mit dem neuen Design ausgestattet sein. Die Initiative folgt auf erfolgreiche Testphasen, die zeigten, dass es auf Strecken mit diesen Markierungen weniger Unfälle gab.
Die Markierungen helfen Fahrern, Kurven mit sicherer Geschwindigkeit zu durchfahren und auf der richtigen Spur zu bleiben. Eine dreijährige Testphase in Deutschland ergab, dass es auf einer Versuchsstrecke mit den elliptischen Linien keine schweren Unfälle gab. Auch Österreich verzeichnete nach der Einführung ähnlicher Markierungen an acht besonders gefährdeten Stellen einen Rückgang motorradbedingter Verletzungsunfälle um 42 Prozent.
Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Oliver Krischer hat nun angekündigt, das Projekt auf zwei weitere Strecken auszuweiten. Die Auswirkungen werden von der RWTH Aachen wissenschaftlich begleitet – mithilfe von Wärmebildkameras und KI.
Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen sind bei der Umsetzung der neuen Markierungen besonders aktiv. Ziel ist es, die Geschwindigkeit in Kurven zu reduzieren und zu verhindern, dass Fahrer in gefährliche Positionen abkommen.
Die Ausweitung erfolgt nach positiven Ergebnissen in Deutschland und Österreich. Während die wissenschaftlichen Untersuchungen laufen, werden die Behörden genau verfolgen, wie stark die Markierungen die Unfallzahlen senken. Bis Ende nächsten Jahres sollen so weitere Straßen für Motorradfahrer sicherer werden.






