Warum uns die Meinungsflut überall verfolgt – selbst im Schlafzimmer
Marit CichoriusWarum uns die Meinungsflut überall verfolgt – selbst im Schlafzimmer
Die Welt überflutet uns mit Meinungen – und es wird nicht weniger. Ob in Talkshows oder Online-Foren: Zu jedem erdenklichen Thema werden Standpunkte ausgetauscht, und wer schweigt, gilt längst als Außenseiter.
Allein in der vergangenen Woche prasselten auf den Autor Meinungen zu den unterschiedlichsten Themen ein: vom Nahostkonflikt über Windräder, Wahlrecht für Katzen, Ananas auf Pizza, vegane Torwarthandschuhe bis hin zu achtsamem Atmen. Trotz des ständigen Meinungsgewirrs bleibt der Autor allerdings skeptisch, was die Vorzüge des achtsamen Atmens angeht.
Eine Theorie besagt, dass der Mensch in der Natur Trost findet, weil sie ihn nicht bewertet und keine Meinung über ihn bildet. Doch in einer humorvollen Gedankenwelt stellt sich der Autor vor, wie es wäre, wenn die Natur sehr wohl urteilen würde. In diesem Szenario hätten selbst das Schlafzimmer-Kaktus, Stechmücken und Sonnenblumen etwas zu seinen Handlungen zu sagen. Das Mittelmeer würde Urlauber nach ihrem Benehmen sortieren, und ein Rebstieglitz müsste jede Meinung jenseits der ersten drei, die ein Mensch pro Tag äußert, erst genehmigen.
Die Meinungsflut reißt nicht ab – sie kommt von allen Seiten. Mit spitzer Feder zeigt der Autor, wie tiefgreifend sie unseren Alltag durchdringt, selbst an den unerwartetsten Orten.
