18 April 2026, 08:22

Warum Essens Hexenprozesse anders verliefen als in Köln oder Recklinghausen

Eine historische Karte von Mitteleuropa aus dem Jahr 1618, mit Text beschriftet, der die religiöse Landschaft der Region beschreibt.

Warum Essens Hexenprozesse anders verliefen als in Köln oder Recklinghausen

Öffentlicher Vortrag: Die Hexenprozesse in Essen – Warum die Verfolgung so unterschiedlich verlief

Am 5. Dezember 2025 findet in Essen ein kostenloser öffentlicher Vortrag zur Geschichte der Hexenverfolgung statt. Dr. Claudia Kauertz, Leiterin des Hauses der Essener Geschichte/Stadtarchivs, untersucht darin, warum die Verfolgungswelle in der Region so unterschiedlich ausfiel. Die Veranstaltung ist Teil einer Reihe, die sich mit den Hexenjagden im Rheinland und in Westfalen zwischen 1585 und 1632 befasst.

Der Vortrag dauert von 18:00 bis 19:30 Uhr und findet im Kleinen Saal der Volkshochschule (VHS) Essen am Burgplatz 1 statt. Der Eintritt ist frei, um eine vorherige Anmeldung über die VHS-Website unter der Kursnummer 252.1B004N wird jedoch gebeten.

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Essen lag im Zentrum der Hexenverfolgungs-Hotspots, zu denen auch Vest Recklinghausen und das Kurfürstentum Köln zählten. Doch wie Dr. Kauertz in ihren Forschungen zeigt, weicht das Verfolgungsmuster der Stadt deutlich von dem ihrer Nachbarregionen ab. Anhand Essens als Fallbeispiel wird sie analysieren, welche Faktoren darüber entschieden, ob Anschuldigungen zu offiziellen Prozessen eskalierten.

Zwischen 1585 und 1632 erlebte das Rheinland und Westfalen eine Welle von Hexereivorwürfen, wobei einige Gebiete für ihre besonders brutalen Verfahren berüchtigt wurden. Dr. Kauertz wird erläutern, warum sich die Entwicklungen in Essen anders gestalteten und was dies über die Mechanismen der Prozesse verrät.

Die Veranstaltung bietet die Gelegenheit, zu verstehen, wie lokale Gegebenheiten die Hexenjagden prägten. Durch den Vergleich der Essener Akten mit denen aus Recklinghausen und Köln wird Kauertz die ungleiche Natur der Verfolgung aufzeigen. Interessierte werden gebeten, sich vorab über die VHS-Website anzumelden, da die Plätze begrenzt sind.

Quelle