06 May 2026, 22:20

SPD in Solingen fordert langfristige Strategie für stillgelegte Kirchengebäude bis 2030

Luftaufnahme einer Stadt mit einer zerstörten Kirche in der Mitte, umgeben von Gebäuden, Bäumen, Straßen, Fahrzeugen und Trümmern nach einem Erdbeben.

SPD in Solingen fordert langfristige Strategie für stillgelegte Kirchengebäude bis 2030

Die SPD-Fraktion in Solingen drängt auf einen klaren Plan für die Zukunft stillgelegter Kirchengebäude in der Stadt. Ernst Lauterjung, der neue Fraktionsvorsitzende der SPD, fordert eine langfristige Strategie, die über das Jahr 2030 hinausreicht. Der Vorstoß erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem viele Kirchengebäude vor ungewissen Zukunftsperspektiven stehen – etwa bei der Lutherkirche, wo bald Entscheidungen anstehen.

Lauterjung betonte, dass Kirchengebäude eine zentrale Rolle im sozialen Gefüge und im Stadtbild Solingens spielen. Gleichzeitig warnte er jedoch davor, dass die Stadt weder die volle finanzielle noch die organisatorische Verantwortung für ihre Umnutzung übernehmen könne. Stattdessen schlug er ein gemeinsames Vorgehen von Politik, Verwaltung und Kirchengemeinden vor, um nachhaltige Lösungen zu entwickeln.

Die SPD-Fraktion plant, erste Vorschläge im zuständigen Stadtratsausschuss vorzustellen. Zudem will sie direkt mit den Kirchen in Kontakt treten, um mögliche Nutzungsmöglichkeiten für die stillgelegten Gebäude zu erkunden. Denkbar wären Umwandlungen in Wohnraum, Kulturstätten oder Gemeinschaftsräume für Kunst und soziale Begegnungen.

Laut Lauterjung ist ein abgestimmtes Vorgehen unverzichtbar. Ohne einen strukturierten Plan bleibe die Zukunft dieser historischen Bauwerke ungewiss. Ziel der Fraktion sei es, sicherzustellen, dass etwaige Veränderungen deren Bedeutung bewahren und sie gleichzeitig an moderne Bedürfnisse anpassen.

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Mit ihrem Vorhaben will die SPD einen Rahmen für die Umnutzung von Kirchen in Solingen schaffen. Gelingt die Strategie, könnte sie sowohl den Kirchengemeinden als auch der gesamten Stadtgesellschaft Klarheit verschaffen. Die nächsten Schritte umfassen Beratungen im Stadtrat sowie die Zusammenarbeit mit den örtlichen Kirchen.

Quelle