24 April 2026, 10:28

Rettungsdienste vor Finanzkrise durch nicht abrechenbare Notfalleinsätze

Ambulanz auf der Seite der Straße mit anderen Fahrzeugen, Bäumen, Gebäuden, Texttafeln und Klimaanlagen im Hintergrund.

Rettungsdienste vor Finanzkrise durch nicht abrechenbare Notfalleinsätze

Finanzkrise droht bei Rettungsdiensten wegen "Einsätze ohne Transport"

Eine Finanzierungskrise zeichnet sich bei den Rettungsdiensten ab – ausgelöst durch sogenannte Notfalleinsätze ohne Patiententransport, bei denen Betroffene zwar behandelt, aber nicht ins Krankenhaus gebracht werden. Die Verhandlungen zwischen Krankenkassen und kommunalen Rettungsdienstträgern sind gescheitert. Sollte keine Lösung gefunden werden, warnen Behörden vor einem Fehlbetrag in zweistelliger Millionenhöhe.

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Streitpunkt ist die Frage, wer die Kosten trägt, wenn Rettungskräfte zu Notfällen ausrücken, die Patienten aber nicht transportieren. Bisher verweigern die Krankenkassen die Übernahme dieser Einsätze und schieben die finanzielle Last den Kommunen zu. Vertreter der Behörden argumentieren, dass eine direkte Abrechnung mit den Bürgern unpraktikabel und ungerecht wäre – zudem bestünde die Gefahr, dass lebensrettende Hilfe aus Angst vor Kosten verzögert in Anspruch genommen wird.

Die zuständige Behörde betont, dass dringend eine einheitliche, langfristige Lösung erforderlich sei. Als zuverlässigste und rechtssicherste Option gilt eine Änderung des Bundesrechts. Ohne diese würden der Verwaltungsaufwand – und damit die Kosten – weiter explodieren und unnötige Bürokratie schaffen.

Martin Murrack, Stadtdirektor, unterstrich das Prinzip, dass Notfallversorgung frei von finanziellen Hürden bleiben müsse. Er warnte davor, dass Patienten niemals zögern dürften, im Notfall Hilfe zu rufen – schon gar nicht aus Sorge vor möglichen Gebühren.

Ohne eine Einigung droht den Rettungsdiensten eine Finanzierungslücke in zweistelliger Millionenhöhe. Die Behörde drängt weiterhin auf eine nachhaltige Lösung, sei es durch eine gesetzliche Regelung oder eine verbindliche Vereinbarung mit den Kassen. Bis dahin bleibt das Risiko einer finanziellen Überlastung – und deren Auswirkungen auf die Notfallversorgung – ungelöst.

Quelle