18 March 2026, 04:21

Oktoberfest in München: Tradition trifft auf Anwohner-Ärger und nächtliches Chaos

Eine große Gruppe von Menschen sitzt an langen Tischen unter einem Zelt auf dem Oktoberfest in München, Deutschland, mit Taschen und Gegenständen auf den Tischen und festlichen Dekorationen im Hintergrund.

Oktoberfest in München: Tradition trifft auf Anwohner-Ärger und nächtliches Chaos

Jährlich bringt Münchens Oktoberfest Menschenmassen, Feiern – und Kopfschmerzen für die Anwohner

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Martin Stanek, ein Bewohner in der Nähe des Festgeländes, kennt die chaotische Seite des Events aus eigener Erfahrung. Zwar schätzt er die Tradition, doch der Dreck, der Lärm und aufdringliche Besucher setzen ihm und seiner Familie zu.

Das Oktoberfest dauert 16 bis 18 Tage – es beginnt am vorletzten Samstag im September und endet am ersten Sonntag im Oktober. Dieser Zeitplan geht auf das Jahr 1810 zurück, als das Fest als königliche Hochzeitsfeier ins Leben gerufen wurde. Seit 1904 sorgt der feste Endtermin dafür, dass die Veranstalter die riesigen Besuchermassen besser steuern können.

Staneks Wohnung liegt so nah am Festgelände, dass seine Familie die weniger glamourösen Folgen direkt zu spüren bekommt. Betrunkene Feiernde liegen oft auf den Gehwegen, sodass er über sie steigen muss. Manche verirren sich sogar in sein Wohnhaus oder die Garage und hinterlassen Urin und Fäkalien. Ein Nachbar versuchte einmal, seinen Vorgarten abzuzäunen – doch die Besucher ignorierten die Absperrung einfach.

Das Fest lockt auch Prominente an, von den Kaulitz-Brüdern bis zu betrunkenen Wirtshaus-Stars und Fußballern. Für Stanek kommt die eigentliche Erleichterung aber erst am ersten Montag nach dem Wiesn-Ende. Zwar bleibt ein Hauch von Wehmut, doch die Stille fühlt sich an wie eine längst überfällige Befreiung.

Trotzdem schätzt Stanek die lebendige Atmosphäre des Oktoberfests – doch er fordert strengere Kontrollen. Die Polizei und die Stadtverwaltung müssten mehr tun, um Anwohner vor Sachbeschädigungen und Störungen zu schützen. Bis dahin bleiben die Schattenseiten des Fests für diejenigen, die in seinem Umfeld leben, ein fester Bestandteil des Alltags.

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