08 May 2026, 16:18

NRW kämpft für Mutterschutz auch bei Selbstständigen – Reform soll Schutzlücke schließen

Ein Blatt mit einer Zeichnung von drei Frauen vor einem Gebäude, das den Text "Frauenrechte: Ladies Take Your Own Choice, Polka und Mazurka" oben und unten zeigt.

NRW kämpft für Mutterschutz auch bei Selbstständigen – Reform soll Schutzlücke schließen

Die Forderung nach einem gesetzlichen Mutterschutz für selbstständige Frauen gewinnt neuen Schwung. Die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen hat die Initiative ergriffen und fordert bundesweite Reformen, um eine langjährige Schutzlücke zu schließen. Bei einem jüngsten Treffen in Berlin kamen Politiker, Wirtschaftsvertreter und zivilgesellschaftliche Akteure zusammen, um praktische Lösungen zu erörtern.

Nordrhein-Westfalen treibt die Bemühungen mit einer Bundesratsinitiative, einer detaillierten Machbarkeitsstudie und einem breiten Bündnis von Unterstützern voran. Der erneute Vorstoß des Landes unterstreicht ein drängendes Problem: Rund 27.000 selbstständige Frauen in Deutschland bringen jährlich ein Kind zur Welt – ohne denselben Schutz wie Angestellte.

Die Westdeutsche Handwerkskammer (WHKT) hat nun konkrete Vorschläge vorgelegt. Ihr Plan sieht eine einmalige Pauschalleistung als Lohnersatz während der Mutterschutzzeit vor. Damit soll finanzielle Sicherheit geschaffen werden, ohne Schwangerschaft als Berufsrisiko einzustufen.

Auf dem Berliner Treffen betonte Ministerin Mona Neubaur von den Grünen, dass Schwangerschaft nicht als betriebsbedingtes Risiko betrachtet werden dürfe. Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie, die im Juli erwartet werden, werden die nächsten Schritte zur Umsetzung der Reformen prägen.

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Die Vorschläge könnten tausenden selbstständigen Frauen dringend benötigte Unterstützung bringen, die derzeit ohne gesetzlichen Schutz dastehen. Mit Nordrhein-Westfalen als treibender Kraft rückt nun die Umsetzung der Pläne in den Fokus. Die Studienergebnisse im Juli werden zeigen, wie zügig die Änderungen umgesetzt werden können.

Quelle