Neues Forschungsprojekt soll Wasserstoffproduktion nachhaltiger revolutionieren
Marit CichoriusNeues Forschungsprojekt soll Wasserstoffproduktion nachhaltiger revolutionieren
Ruhr-Universität Bochum leitet neues Forschungsprojekt für nachhaltigere Wasserstoffproduktion
Unter dem Namen CircuPEM startet die Ruhr-Universität Bochum ein neues Vorhaben, das die Wiederverwendung kritischer Rohstoffe in Protonenaustauschmembran-Elektrolyseuren (PEM-Elektrolyseuren) verbessern soll. Ziel ist es, die Wasserstoffherstellung umweltfreundlicher zu gestalten. Das Projekt erhält fast 2,9 Millionen Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE).
Das auf drei Jahre angelegte Projekt begann im Januar im Rahmen des Innovationswettbewerbs GreenEconomy.IN.NRW. Unterstützt wird es vom Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen sowie der Europäischen Union. Zu den wichtigsten Partnern zählen das Heinz Nixdorf Institut (HNI) der Universität Paderborn, das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT, die Direct Matter GmbH und die Heraeus Precious Metals GmbH & Co. KG.
PEM-Elektrolyseure sind zentral für die Erzeugung von grünem Wasserstoff, benötigen jedoch seltene Rohstoffe in großen Mengen. Julia Marie Vehmeyer, wissenschaftliche Mitarbeiterin am HNI, weist auf die Risiken dieser Abhängigkeit hin. Das Projekt zielt darauf ab, eine Kreislaufwirtschaft aufzubauen, um durch bessere Wiederverwendung und Recycling die Nutzung dieser Materialien zu verringern.
Die Forschung gliedert sich in drei Phasen: eine initiale Analyse, gefolgt von Entwicklung und Tests, sowie abschließend die Erarbeitung praxisnaher Empfehlungen. Langfristig soll die Wasserstofftechnologie so effizienter und umweltschonender werden.
CircuPEM vereint akademisches und industrielles Know-how, um eine der großen Herausforderungen der sauberen Energiewende zu bewältigen. Durch die Reduzierung des Bedarfs an kritischen Rohstoffen könnte das Projekt einen wichtigen Beitrag zu einer nachhaltigeren Wasserstoffproduktion leisten. Die Ergebnisse sollen nach Abschluss der dreijährigen Studie sowohl die Politik als auch die Industriepraxis prägen.






