Mike Tullbergs kurzes Dortmund-Wunder und sein Neuanfang in Dänemark
Albin ReisingMike Tullbergs kurzes Dortmund-Wunder und sein Neuanfang in Dänemark
Borussia Dortmund vollzog in dieser Saison einen Trainerwechsel, nachdem Mike Tullberg als Interimstrainer eine kurze, aber erfolgreiche Phase absolviert hatte. Der 45-Jährige, der zuvor in verschiedenen Bereichen des Vereins tätig gewesen war, übernahm vorübergehend das Amt und erzielte starke Ergebnisse. Trotz seines Einflusses entschied sich die Vereinsführung später für Niko Kovač als dauerhaften Cheftrainer.
Tullberg hat seitdem einen Neuanfang gewagt und feiert mit dem dänischen Klub FC Midtjylland neue Erfolge.
Anfang 2026 übernahm Tullberg als Interimstrainer die erste Mannschaft von Borussia Dortmund. Während seiner kurzen Amtszeit führte er das Team zu zwei Siegen und einem Unentschieden. Sein leidenschaftliches Auftreten war unübersehbar – nach einem Sieg feierte er vor den Fans, was von Experten wie Didi Hamann kritisiert wurde. Tullberg erklärte später, seine Reaktion sei reine Euphorie gewesen und keine geplante Geste.
Vor seiner Interimsrolle hatte er bereits Jahre im System von Dortmund verbracht. Die Saison 2024/25 beendete er als Trainer der U19, bevor er zur U23 wechselte. Seine Arbeit mit verschiedenen Jugendmannschaften brachte ihm Anerkennung ein, darunter auch von Spielern wie Emre Can, der in einer emotionalen Ansprache vor der Profimannschaft seine Unterstützung für Tullberg zum Ausdruck brachte.
Trotz seiner Verdienste setzte die Vereinsführung auf Niko Kovač als langfristige Lösung. Als Tullberg den Verein im September verließ, stand Dortmund nach 27 Spielen mit 61 Punkten auf dem zweiten Tabellenplatz – bei 18 Siegen, sieben Unentschieden und nur zwei Niederlagen. Die jüngste Formkurve umfasste ein Remis gefolgt von fünf Siegen in Serie.
Seit seinem Abschied blüht Tullberg beim FC Midtjylland auf. Sein Erfolg dort festigt seinen Ruf als fähiger Trainer, auch wenn seine Zukunft weiterhin getrennt von seinem ehemaligen Klub verläuft. Tullbergs Zeit in Dortmund mag kurz gewesen sein, doch hinterließ sie bei Spielern und Fans Spuren. Sein Weggang ebnete Kovač den Weg, während seine aktuellen Erfolge in Dänemark seine wachsende Bedeutung im Fußball unterstreichen. Dortmund hingegen strebt unter der neuen Führung weiterhin eine starke Saisonendphase an.






