26 March 2026, 08:23

Lesung in Lünen: Warum Femizide in Deutschland oft unsichtbar bleiben

Menschen vor einem Zelt mit einer Tafel, auf der "Das Licht ist stärker als die Dunkelheit" steht, und Gedenkgegenstände auf dem Boden, mit Gebäuden und Bäumen im Hintergrund.

Lesung in Lünen: Warum Femizide in Deutschland oft unsichtbar bleiben

Öffentliche Lesung in Lünen zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen

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Am 25. November 2025 findet in Lünen eine öffentliche Lesung zum Internationalen Tag zur Beseitigung von Gewalt gegen Frauen statt. Die Journalistin und Autorin Julia Cruschwitz stellt ihr Buch "Femizide: Die Tötung von Frauen in Deutschland" vor, in dem sie untersucht, wie gesellschaftliche Einstellungen dazu beitragen, geschlechtsspezifische Tötungen zu verharmlosen.

Veranstaltet wird die Lesung vom Büro für Gleichstellung und Frauenangelegenheiten der Stadt Lünen, gemeinsam mit der Volkshochschule Lünen und der Stadtbücherei Lünen. Der Ort der Veranstaltung ist der Treffpunkt Persiluhr in der Stadtbücherei (Zugang über Gartenstraße 4).

In ihrem Buch setzt sich Cruschwitz mit der Tötung von Frauen in Deutschland aufgrund ihres Geschlechts auseinander. Sie analysiert, wie gesellschaftliche Strukturen und öffentliche Haltungen dazu führen, dass solche Verbrechen oft ignoriert oder entschuldigt werden. Im Anschluss an die Lesung besteht für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit, mit der Autorin über das Thema zu diskutieren.

Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung über die Volkshochschule Lünen ist jedoch erforderlich. Heike Tatsch, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Lünen, betont, dass Gewalt gegen Frauen ein gesellschaftliches Problem sei – kein privates. Allein im Jahr 2023 wurden in Deutschland 360 Frauen getötet, wobei fast 70 Prozent der Fälle mit häuslicher Gewalt in Verbindung standen.

Ziel der Veranstaltung ist es, das Bewusstsein für Femizide zu schärfen und die Verharmlosung von Gewalt gegen Frauen zu hinterfragen. Durch die Präsentation von Cruschwitz' Forschung vor einem lokalen Publikum hoffen die Organisatorinnen und Organisatoren, eine öffentliche Debatte darüber anzuregen, wie die Gesellschaft solche Verbrechen erkennen und verhindern kann.

Quelle