Legendäres Schwabinger 7 kehrt als Kunstwerk nach Bruckmühl zurück
Ein Stück Münchner Nachtlebensgeschichte hat in Bruckmühl ein neues Zuhause gefunden. Der lokale Künstler Rupert Dorrer hat die ikonische Wand des Schwabinger 7 – einst die legendärste Bar der Stadt – in ein mehrschichtiges Gemälde verwandelt. Das Kunstwerk wird am Montag um 11 Uhr vom neu wiedergewählten Bürgermeister der Stadt, Richard Richter, offiziell enthüllt.
Das unter dem Titel Schwabinger 7 stehende Bild ist eine akribische Rekonstruktion der Bar-Wand, die in Mixed-Media-Technik auf Holz entstanden ist. Dorrer schuf das Werk in mehreren Schichten, mit Maßen von 140 cm Breite und 72 cm Höhe. Das Original wurde vor zwölf Jahren versteigert und von Denn's Biomarkt erworben, der heute die ehemaligen Räumlichkeiten der Bar in der Feilitzschstraße 7 nutzt.
Das Kunstwerk wurde als Dauerleihgabe der Galerie in Bruckmühl überlassen, die 140 Werke aus dem Landkreis Rosenheim von 1875 bis heute beherbergt. Die Enthüllung hat für Dorrer eine besondere Bedeutung – er feierte am 11. März seinen 85. Geburtstag.
Der Künstler bleibt der Vergangenheit der Bar verbunden: Noch immer trifft er Gerd "Manila" Waldhauser, den ehemaligen Wirt des Schwabinger 7, am Stammtisch des Grünen Eck in der Schwabinger Marktstraße.
Die Zeremonie am Montag markiert den offiziellen Einstand des Werks in seinem neuen Umfeld. Das Gemälde bewahrt ein Stück Münchner Kulturgeschichte und wird gleichzeitig Teil der öffentlichen Sammlung Bruckmühls. Die Galerie zeigt das Werk nun neben anderen regionalen Kunstschätzen, die mehr als ein Jahrhundert umspannen.