21 March 2026, 22:18

Klesch Group übernimmt BP-Raffinerie in Gelsenkirchen und rettet 2.300 Arbeitsplätze

Ölraffinerie mit ausgedehnten Rohrleitungen, Metallkonstruktionen, Containern, Bäumen, einem Gebäude, einem Kran und einem bewölkten Himmel, mit Text unten.

Klesch Group übernimmt BP-Raffinerie in Gelsenkirchen und rettet 2.300 Arbeitsplätze

Die Klesch Group hat sich darauf verständigt, die BP-Raffinerie in Gelsenkirchen zu übernehmen – einen der größten integrierten Raffinerie- und Petrochemie-Standorte Europas. Die Transaktion, die von der Kanzlei Clifford Chance beraten wird, soll voraussichtlich Mitte 2026 abgeschlossen werden, vorbehaltlich der behördlichen Genehmigungen. Der Kauf markiert eine bedeutende Wende für das Werk, das BP nach Jahren reduzierter Produktion eigentlich im kommenden Jahr stilllegen wollte.

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Die Raffinerie in Gelsenkirchen beschäftigt derzeit rund 2.300 Mitarbeiter und verarbeitet jährlich bis zu 12 Millionen Tonnen Rohöl. Dort werden Benzin, Diesel, Flugkraftstoff, Heizöl und über 50 weitere Produkte hergestellt, vor allem für die chemische Industrie. Der Standort ist zudem der zweitgrößte Ethylen-Produzent Deutschlands.

In den vergangenen fünf Jahren hatte BP die Produktion deutlich zurückgefahren. Die Kapazität sank von 7,5 Millionen Tonnen pro Jahr auf unter 3 Millionen, wobei die vollständige Schließung für den 1. April 2025 vorgesehen war. Trotz der Einschnitte investierte BP in Dekarbonisierungsmaßnahmen und CO₂-Abscheidungstechnologien, um vor der geplanten Stilllegung die EU-Emissionsvorgaben zu erfüllen.

Die Klesch Group, 1990 gegründet, betreibt bereits Raffinerien in Heide (Deutschland) und Kalundborg (Dänemark) mit etwa 1.000 Beschäftigten. Mit der Übernahme des Gelsenkirchener Standorts erweitert das Unternehmen seine Raffinerie-Präsenz in Europa.

Der Abschluss des Geschäfts wird für das zweite Quartal 2026 erwartet, sofern die Aufsichtsbehörden zustimmen. Nach der Übernahme wird die Klesch Group einen Standort führen, der weiterhin eine Schlüsselfunktion in der deutschen petrochemischen Industrie einnimmt. Die Zukunft der Belegschaft und der Produktionsmengen hängt von den betrieblichen Plänen des neuen Eigentümers ab.

Quelle