Karsten Wöllner bricht sein Schweigen zum Kult-Meme nach 15 Jahren
Karsten Wöllner – der Mann hinter dem viralen "What's up with Karsten?"-Meme – hat sich nun zu seinem unerwarteten Ruhm geäußert. In einem aktuellen YouTube-Video blickt er auf den Fernsehauftritt aus dem Jahr 2007 zurück, der ihn über Nacht zum Internetphänomen machte. Seine Geschichte erreicht mittlerweile ein noch breiteres Publikum – sogar eine US-amerikanische Late-Night-Show widmete ihm kürzlich einen Beitrag.
Ebenfalls in derselben Sendung zu sehen war mit Bread the Bread eine weitere deutsche Internetgröße – ein Beweis für die anhaltende, grenzüberschreitende Wirkung des Memes.
Der Ursprung des Memes liegt in einer Folge der deutschen TV-Serie "Wildes Wohnzimmer" aus dem Jahr 2007. Während der Dreharbeiten erlitt Wöllner, der an Diabetes leidet, einen plötzlichen Blutzuckerabfall. Die Kamera hielt fest, wie er kurz darauf direkt gegen eine Wand lief und zu Boden ging.
Das Team eilte ihm nach dem Sturz sofort zu Hilfe. Noch vor der Ausstrahlung zeigte man Wöllner das ungeschnittene Material. Er hatte gehofft, die Macher würden in der finalen Version einen Hinweis auf seine Erkrankung einbauen. Stattdessen verbreitete sich der vertonte Ausschnitt ohne jeden Kontext im Netz – und verwandelte seinen Hilferuf in einen weltweit geteilten Running Gag.
Jahre lang empfand Wöllner das Meme als belastend: Schüler imitierten seinen Stolperer, Fremde versuchten, das Video löschen zu lassen. Im Nachhinein bereut er, die Aufmerksamkeit nicht genutzt zu haben, um über Diabetes aufzuklären. Mittlerweile hat er sich mit dem kulturellen Erbe des Clips arrangiert – auch wenn dieser immer wieder an unerwarteten Orten auftaucht.
Erst kürzlich erlebte das Meme eine neue Runde der Verbreitung, als es in einer US-Late-Night-Show thematisiert wurde. Der Beitrag präsentierte neben Wöllners Geschichte auch Bread the Bread, eine weitere deutsche Internetpersönlichkeit, und brachte die Anekdote so einem neuen Publikum nahe.
Wöllners Fall bleibt ein seltenes Beispiel dafür, wie ein privater Gesundheitsmoment zum globalen Phänomen wird. Zwar lehnte er die Verbreitung anfangs ab, heute akzeptiert er die Hartnäckigkeit des Memes. Dass der Clip nun – über 15 Jahre nach seiner Erstausstrahlung – sogar im US-Fernsehen auftaucht, unterstreicht seine anhaltende Präsenz in der Popkultur.