Kakao reist klimaneutral per Segelschiff und Lastenrad nach Dormagen
Eine Ladung fair gehandelter Bio-Kakao hat eine ungewöhnliche Reise von der Dominikanischen Republik in einen Laden in Dormagen hinter sich gebracht. Das Projekt mit dem Namen „Schoko-Reise“ verband klimafreundlichen Transport mit dem Engagement für nachhaltigen Handel.
Der Kakao traf per Segelschiff in Amsterdam ein, bevor ihn Fahrradkurier:innen in Empfang nahmen. Anschließend wurde er zu Schokolade verarbeitet und mit einem Lastenrad zum Weltladen in der Kölner Straße geliefert.
Die Reise des Kakaos begann in der Dominikanischen Republik, wo er unter fairen Handelsbedingungen angebaut wurde. Statt auf herkömmliche Schifffahrt zu setzen, reisten die Bohnen emissionsfrei per Segelboot in den Amsterdamer Hafen.
Dort übernahmen sieben Radfahrer:innen aus Dormagen den Kakao und brachten ihn zur solarbetriebenen Schokoladenmanufaktur The Chocolate Makers. Das Team verarbeitete die Bohnen zu Schokolade und machte sich dann auf den Rückweg. Am 10. Oktober erreichten sie nach ihrer Radtour wieder Dormagen, wo sie im Weltladen empfangen wurden.
Die Stadtverwaltung unterstützte die Initiative, indem sie für die letzte Lieferetappe ein kommunales Lastenrad zur Verfügung stellte. Lieselotte Heinz vom Dormagener Umweltteam lobte das Engagement der Radfahrer:innen. Sie betonte, dass das Projekt fairen Handel, Klimaschutz und nachhaltige Mobilität vereint habe.
Auch weiterhin setzen sich lokale Verantwortliche dafür ein, fairen Handel in öffentlichen Einrichtungen zu fördern. Die „Schoko-Reise“ war Teil dieser größeren Bestrebungen für ethische und umweltfreundliche Praktiken.
Die Route des Kakaos – vom Segelschiff bis zum Lastenrad – zeigte, wie Waren ohne CO₂-Ausstoß transportiert werden können. Die Schokolade ist nun im Weltladen in Dormagen erhältlich. Die Stadt plant, auch künftig ähnliche Projekte zu unterstützen.






