14 April 2026, 18:23

Italienische Bahn FS droht der Deutschen Bahn mit Fernverkehrs-Konkurrenz

Karte von Italien mit einer blauen Linie, die eine kreisförmige Zugroute von Rom nach Rom nachzeichnet, beschriftet mit Städten und Ortschaften entlang des Weges.

Italienische Bahn FS droht der Deutschen Bahn mit Fernverkehrs-Konkurrenz

Italienische Staatsbahn FS plant Einstieg in deutschen Fernverkehr – direkte Konkurrenz für die Deutsche Bahn

Die italienische Staatsbahn Ferrovie dello Stato (FS) will in den deutschen Fernverkehrsmarkt einsteigen und stellt damit eine direkte Herausforderung für die Deutsche Bahn dar, die derzeit ein Quasi-Monopol hält. FS ist über ihre Tochtergesellschaft Netinera bereits im deutschen Regionalverkehr aktiv, strebt nun aber eine Ausweitung auf den Hochgeschwindigkeitsverkehr an.

Die Deutsche Bahn dominiert den deutschen Fernverkehr mit einem Marktanteil von rund 95 Prozent. Ihr größter Konkurrent, Flix, konzentriert sich auf stark frequentierte Strecken wie Berlin–Hamburg sowie Verbindungen zwischen Berlin und Nordrhein-Westfalen. Dennoch bleibt der Markt weitgehend von dem staatlichen Anbieter kontrolliert.

FS erwägt nun eine große Expansion und könnte bis zu 50 Züge in das deutsche Fernverkehrsnetz bringen. Das italienische Unternehmen hat zwar noch keine konkreten Strecken oder Zeitpläne bestätigt, prüft aber Optionen für Hochgeschwindigkeitsverbindungen. Gelingt der Markteintritt, wäre dies die erste bedeutende Alternative zur Deutschen Bahn seit Jahren.

Da FS über Netinera bereits in Deutschland präsent ist, verfügt das Unternehmen über betriebliche Erfahrungen im Land. Der Einstieg in den Fernverkehr würde jedoch neue Infrastruktur, Partnerschaften und behördliche Genehmigungen erfordern.

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Der mögliche Markteintritt von FS könnte die deutsche Bahnlandschaft grundlegend verändern, indem er Reisenden mehr Auswahl bietet. Die Planung, bis zu 50 Züge einzusetzen, würde das Unternehmen zum größten Konkurrenten der Deutschen Bahn seit dem Start von Flix machen. Bei einer Genehmigung würde die Expansion zudem die Position von FS in Europa über den heimischen Markt hinaus stärken.

Quelle