18 April 2026, 06:23

Infineon streicht Jobs in Warstein – Elektroauto-Krise zwingt zum Umdenken

Grafik, die das Produktivitätswachstum über 35 Jahre zeigt, mit Text, der besagt, dass die Vorteile nicht die Mittelschicht erreicht haben.

Infineon streicht Jobs in Warstein – Elektroauto-Krise zwingt zum Umdenken

Infineon kündigt Stellenabbau am Standort Warstein an – Elektroauto-Nachfrage bricht ein

Der Halbleiterhersteller Infineon hat Stellenstreichungen an seinem Werk in Warstein angekündigt, nachdem die Nachfrage nach Elektrofahrzeugen stark eingebrochen ist. Gleichzeitig verlagert das Unternehmen seinen Fokus auf industrielle Anwendungen und führt eine neue Produktlinie ein. Durch Vorruhestandsregelungen und Abfindungsprogramme soll der Abbau von Arbeitsplätzen sozial abgefedert werden.

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Wie das Unternehmen bestätigte, wird eine dreistellige Zahl von Stellen am deutschen Standort gestrichen. Unberührt bleiben lediglich Teams, die an Windkraft, Solarenergie und Ladeinfrastruktur arbeiten. Um betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden, bietet Infineon freiwillige Austrittsprogramme an.

Gleichzeitig wird die Produktion von Leistungsmodulen am ungarischen Standort Cegléd gebündelt. Dieser Schritt ist Teil einer strategischen Neuausrichtung, die sich vom schwächelnden Elektroauto-Sektor abwendet. Die neu vorgestellte Baureihe "EasyPACK C" – basierend auf Siliziumkarbid-Technologie – zielt auf industrielle Anwendungen wie Schnellladestationen und Energiespeicherlösungen ab.

Anleger werden die Veröffentlichung der Quartalszahlen für das vierte Quartal am 12. November mit Spannung verfolgen. Analysten erwarten Aufschluss darüber, wie Infineon mit dem Absatzrückgang im Automobilsektor umgeht und ob die Wende zu industriellen Lösungen Früchte trägt. Der nächste Finanzbericht wird maßgeblich die Erwartungen an die Aktienperformance prägen.

Die Stellenkürzungen in Warstein spiegeln die nachlassende Nachfrage nach Elektroautos wider, während die neue Produktlinie auf Wachstum im Industriesektor setzt. Die kommenden Monate werden zeigen, ob diese Strategie die Position von Infineon stabilisieren kann.

Quelle