Herford revolutioniert Integration: Jobcenter und Kreis bündeln Kräfte für Migrant:innen
Ljiljana HeinHerford revolutioniert Integration: Jobcenter und Kreis bündeln Kräfte für Migrant:innen
Der Kreis Herford und das Jobcenter Herford haben sich zusammengeschlossen, um die Integrationsförderung für Einwohnerinnen und Einwohner mit Migrationshintergrund zu verbessern. Eine neue Kooperationsvereinbarung besiegelt ihr gemeinsames Engagement im Rahmen des Kommunalen Integrationsmanagements (KIM). Ziel der Vereinbarung ist es, Abläufe zu optimieren und bürokratische Hürden abzubauen, die Integrationsbemühungen oft verzögern.
Im Rahmen der Vereinbarung wird eine dedizierte Fallmanagerin bzw. ein dedizierter Fallmanager künftig direkt im Jobcenter tätig sein. Dieser Schritt stellt eine strukturelle Erweiterung des Fallmanagementsystems von KIM in der Region dar.
Die Unterzeichnung erfolgte durch Dr. Burkhard Nolte, Dezernent für Soziales des Kreises Herford, und Yeter Gülal-Karaduman, Geschäftsführerin des Jobcenters Herford. Beide betonten die Bedeutung einer engeren Zusammenarbeit, um effizientere und nachhaltigere Integrationsprozesse zu schaffen.
Der Kreis Herford finanziert eine Vollzeitstelle für die Fallmanagerin bzw. den Fallmanager im Jobcenter, stellt die notwendige IT-Ausstattung bereit und übernimmt die fachliche Begleitung. Das Jobcenter wiederum stellt Büroflächen zur Verfügung und bindet das neue Team in bestehende Arbeitsabläufe ein. Dadurch wird sichergestellt, dass die Fallmanagerin bzw. der Fallmanager Teil lokaler Netzwerke und Arbeitsgruppen wird – was den Zugang zu Unterstützungsleistungen erleichtert.
Das KIM-Programm konzentriert sich darauf, Hilfsangebote an den Alltag von Menschen mit internationalem Familienhintergrund anzupassen. Die Fallmanagement-Mitarbeitenden identifizieren Lücken in den aktuellen Integrationsbemühungen und arbeiten daran, traditionelle behördliche "Silos" zu überwinden. Ziel ist es, strukturelle Barrieren abzubauen und die Dienstleistungsangebote zu optimieren.
Dr. Nolte hob hervor, dass die Vereinbarung nicht nur Menschen mit Migrationshintergrund zugutekommt, sondern auch die Unterstützungsstrukturen des Kreises insgesamt stärkt. Gülal-Karaduman ergänzte, dass die Partnerschaft individuellere und langfristige Lösungen ermöglicht.
Während konkrete Zahlen zur Verbreitung von KIM in Nordrhein-Westfalen noch unklar sind, gehört Herford zu den Kreisen wie Unna und Gütersloh, die das Programm aktiv umsetzen. Weitere Details zum Herforder Ansatz sind auf der Website des Kreises unter web.unser-website/s/kim abrufbar.
Die neue Kooperationsvereinbarung zwischen dem Kreis Herford und dem Jobcenter schafft einen klaren Rahmen für die Integrationsförderung. Eine Fallmanagerin bzw. ein Fallmanager in Vollzeit wird künftig direkt im Jobcenter arbeiten, was die Koordination und den Zugang zu Leistungen verbessert. Der Schritt ist Teil einer größeren Anstrengung, Integrationsprozesse für Einwohnerinnen und Einwohner mit Migrationshintergrund responsiver und wirksamer zu gestalten.






