"Hast du gepupst?"-Tag: Warum die Welt am 5. Februar über Furze lacht
Andrew Gude"Hast du gepupst?"-Tag: Warum die Welt am 5. Februar über Furze lacht
Jedes Jahr am 5. Februar begehen Menschen weltweit einen ungewöhnlichen Feiertag: den "Hast du gepupst?"-Tag. Die 2006 vom deutschen Illustrator Bastian Melnyk ins Leben gerufene Aktion soll dazu anregen, offen über eine natürliche, aber oft tabuisierte Körperfunktion zu sprechen. Warum ausgerechnet dieses Datum gewählt wurde, bleibt jedoch selbst für den Gründer ein Rätsel.
Die Idee zum "Hast du gepupst?"-Tag stammte von Melnyk, einem Cartoonisten, der für seinen humorvollen Blick auf alltägliche Peinlichkeiten bekannt ist. Den 5. Februar wählte er ohne besonderen Grund – die Herkunft des Datums ist somit genauso geheimnisumwoben wie der Anlass selbst. Interessanterweise teilt sich der Tag im Kalender mit dem wenig bekannten "Nationalen Furztag" in den USA, über dessen Entstehung jedoch kaum etwas überliefert ist.
Sogar in kulturellen Mythen taucht das Thema Furzen auf. Die Tatuyo, ein indigenes Volk aus der kolumbianischen Region Vaupés, erzählen sich die Geschichte eines Mannes, dessen Begegnung mit dem "Geist des Waldes" zu einem explosiven Moment führte – im wahrsten Sinne des Wortes. Der Legende nach formte sein Furzen Tonerde und gestaltete so die Landschaft, wodurch körperlicher Humor mit dem Akt der Schöpfung verknüpft wurde.
Jenseits von Folklore hat das Furzen sogar seinen eigenen Platz in der Unterhaltungsbranche. Der britische Künstler Paul Oldfield, besser bekannt als Mr. Methane, machte Karriere als "professioneller Furzer" und unterhält mit seinen Fähigkeiten Publikum auf der ganzen Welt. Seine Auftritte zeigen, wie etwas Alltägliches wie ein Furz zur Bühnenshow werden kann.
Der "Hast du gepupst?"-Tag wird auch heute noch jedes Jahr am 5. Februar mit Humor und Leichtigkeit begangen. Die Mischung aus kulturellen Mythen, künstlerischen Eigenheiten und sogar professionellen Darbietungen hält die Diskussion am Leben. Zwar bleibt die Motivation des Gründers unklar – doch der Tag selbst erinnert uns daran, dass selbst die natürlichsten Dinge ihren großen Auftritt verdienen.






