17 March 2026, 14:21

Gericht stoppt Schließung des Campus Höxter – Lehrbetrieb bleibt vorerst gesichert

Gruppe von Studenten marschiert in Berlin mit einem bunt bemalten "Students for Future"-Schild vor Gebäuden, Bäumen und Himmel.

Gericht stoppt Verlegung von Studiengängen aus Höxter - Gericht stoppt Schließung des Campus Höxter – Lehrbetrieb bleibt vorerst gesichert

Ein Gericht hat die Pläne der Hochschule Ostwestfalen-Lippe gestoppt, Studiengänge vom Standort Höxter zu verlegen. Das Urteil erklärte den geplanten Umzug für rechtswidrig und bestätigte das Recht des Landes, in die Entscheidungen der Hochschule einzugreifen. Im Mittelpunkt des Verfahrens stand die Zukunft des Campus, der durch Landeshochschulgesetze besonders geschützt ist.

Die Hochschule hatte angekündigt, den Lehrbetrieb in Höxter bis zum Wintersemester 2026/27 vollständig einzustellen – mit Verweis auf finanzielle Schwierigkeiten. Das Gericht urteilte jedoch, dass die Schließung eines gesamten Standortes die Befugnisse der Einrichtung übersteige. Zudem entschied es, dass eine Verlegung von Studiengängen nach Detmold oder Lemgo nur mit einem konkreten Nutzungskonzept für Höxter zulässig sei.

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Der Campus Höxter ist im Hochschulgesetz von Nordrhein-Westfalen ausdrücklich benannt und darf daher nicht vollständig aufgegeben werden. Bereits vor dem Urteil hatten sich lokale Akteure wie Dardo Franke und Höxters Bürgermeister Daniel Hartmann für alternative Lösungen eingesetzt. Zur Diskussion standen unter anderem die Weiterführung des Standorts für ökologische Forschung oder Projekte wie das Blaue Band Oberweser – parallel zu einem fortgesetzten Lehrbetrieb.

Die Richter bestätigten, dass der staatliche Eingriff im vergangenen Jahr berechtigt war. Zudem stellten sie fest, dass die Hochschule weder detaillierte Pläne für die Schließung noch für alternative Nutzungen öffentlich vorgelegt habe.

Das Urteil verhindert, dass die Hochschule ihre Umzugspläne ohne Klärung der Höxter Perspektive umsetzt. Der Campus bleibt rechtlich geschützt, und mögliche Änderungen unterliegen nun der Landesaufsicht. Lokale Vertreter setzen sich weiterhin für den Erhalt von Lehre und Forschung am Standort ein.

Quelle