Gefährlicher Chemietransport auf der A2: Lkw mit Natriumfluorid-Leck gestoppt
Albin ReisingGefährlicher Chemietransport auf der A2: Lkw mit Natriumfluorid-Leck gestoppt
Ein Lkw, der gefährliche Chemikalien transportierte, wurde von der Polizei in der Nähe von Herford angehalten, nachdem Autofahrer gemeldet hatten, dass das Fahrzeug auf der Autobahn A2 ohne funktionierende Beleuchtung unterwegs war. Die Behörden stellten mehrere Verstöße gegen die Sicherheitsvorschriften fest, darunter ein ungesichertes Fass mit Natriumfluorid, das während des Transports beschädigt worden war.
Der Vorfall begann, als Verkehrsteilnehmer die Polizei auf einen Lastwagen aufmerksam machten, der in Richtung Hannover fuhr – mit defekten Rückleuchten und blinkendem Warnlicht. Eine Streife der Autobahnpolizei Herford stoppte das Fahrzeug an der Kreuzung Detmolder Straße / Steinbrinkstraße.
Bei der Kontrolle entdeckten die Beamten, dass der Sattelauflieger des Lkw mit Natriumfluorid beladen war. Eines der Fässer war nicht ordnungsgemäß gesichert und beschädigt. Zudem fehlte die vorgeschriebene Warntafel für Gefahrgut, und die Rückleuchten funktionierten nicht. Daraufhin wurde der Lkw als nicht verkehrssicher eingestuft und durfte seine Fahrt nicht fortsetzen.
Die Behörden sperrten umgehend einen 50-Meter-Bereich um den Lastwagen ab und forderten Unterstützung durch die Feuerwehr an. Mindestens vier Verstöße gegen die Vorschriften für den Transport gefährlicher Güter wurden festgestellt. Sowohl der Fahrer als auch ein Polizeibeamter durchliefen vorsorglich eine Dekontamination.
Einsatzkräfte der Feuerwehr sind derzeit damit beschäftigt, den Inhalt des beschädigten Fasses in einen sicheren Auffangbehälter umzufüllen.
Der Lkw bleibt bis auf Weiteres stillgelegt, während die Ermittlungen andauern. Die Bergungsarbeiten der Feuerwehr zur sicheren Eindämmung des Chemikalienaustritts laufen noch. Ob gegen den Fahrer oder das Transportunternehmen weitere Sanktionen verhängt werden, steht noch nicht fest.






