30 April 2026, 20:24

Freiwillige bringen 54 Tonnen Hilfsgüter in die Ukraine – trotz stundenlanger Grenzwartezeiten

Ein weißes Blatt Papier mit der Aufschrift "Ukraine steht für Freiheit, steht mit Ukraine" liegt vor einer gelben Fahne auf dem Boden. Rechts daneben befindet sich eine Plastikabdeckung mit verschiedenen Gegenständen.

Freiwillige bringen 54 Tonnen Hilfsgüter in die Ukraine – trotz stundenlanger Grenzwartezeiten

Über 54 Tonnen lebenswichtige Hilfsgüter sind in der ukrainischen Stadt Chmelnyzkyj angekommen – dank eines von Freiwilligen organisierten Hilfskonvois. Acht Fahrer der Humanitären Hilfsorganisationen aus Bergisch Gladbach und Overath hatten die beschwerliche Reise auf sich genommen und mussten dabei lange Wartezeiten an der polnisch-ukrainischen Grenze in Kauf nehmen. Es handelt sich bereits um die 16. solche Mission der beiden Gruppen seit Beginn des Krieges.

Der Konvoi transportierte dringend benötigte Güter, darunter Konserven, Holzöfen zum Heizen sowie warme Winterkleidung. Zudem gehörten Säcke mit Mehl, Zucker und Salz zur Ladung, ebenso wie Spielzeug für geflüchtete Kinder. Nach einer 16-stündigen Wartezeit für die Grenzkontrollen entluden die Helferinnen und Helfer die Güter mit Unterstützung der lokalen Bevölkerung.

Die Hilfsgüter wurden an Familien verteilt, die aus den Frontgebieten geflohen sind, sowie an ein Traumazentrum in Chmelnyzkyj. Das von deutschen Organisationen unterstützte Zentrum kümmert sich um Menschen, die unter den psychischen Folgen des Krieges leiden. Der Leiter, Oleksander Chalsym, warnte, dass die Auswirkungen auf die psychische Gesundheit mindestens drei Generationen andauern könnten.

Unterdessen trifft sich weiterhin eine Selbsthilfegruppe für verwitwete Frauen unter der Leitung der Psychologin Olena Lebedjewa. In der gesamten Ukraine wird täglich um 9 Uhr morgens mit einer Schweigeminute der Opfer des Krieges gedacht.

Cashback bei deinen
Lieblingsrestaurants und Services

Kaufe Gutscheine und spare in deinen Lieblingsorten in deiner Nähe

LiberSave App auf Smartphones

Ein weiterer Konvoi ist bereits für November geplant. Diesmal sollen die Freiwilligen neben anderen Hilfsgütern auch einen Krankenwagen in die Ukraine bringen.

Mit der aktuellen Lieferung erhöht sich die Gesamtzahl der Hilfstransporte der beiden Vereine auf 16. Lokale Freiwillige und Traumaexperten sind nun damit beschäftigt, die Güter zu verteilen und weitere Unterstützung zu leisten. Der nächste Konvoi, der für November vorgesehen ist, wird auch medizinische Ausrüstung umfassen, um den von dem Krieg Betroffenen noch gezielter helfen zu können.

Quelle