23 April 2026, 14:42

Fortuna Düsseldorf kämpft um 1,7 Millionen Euro Corona-Hilfe gegen NRW

Großes Stadion mit einem Fußballfeld, das von einem Zaun und Sitzplätzen umgeben ist, Bäume im Hintergrund, bewölkter Himmel und Text unten.

Streit um Corona-Hilfe: Fortuna Düsseldorf beendet Verfahren - Fortuna Düsseldorf kämpft um 1,7 Millionen Euro Corona-Hilfe gegen NRW

Fortuna Düsseldorf bleibt in einen Rechtsstreit mit dem Land Nordrhein-Westfalen um 1,7 Millionen Euro an Corona-Soforthilfe verwickelt. Die Auseinandersetzung dreht sich um die Frage, ob der Verein die während der Pandemie erhaltenen Mittel zurückzahlen muss. Ein jüngstes Urteil des Düsseldorfer Verwaltungsgerichts blockierte zwar vorläufig die Rückforderungsansprüche – doch der Fall ist damit noch lange nicht entschieden.

Der Konflikt eskalierte, als das Land die Rückzahlung der 1,7 Millionen Euro von Fortuna Düsseldorf forderte. Der Verein argumentiert, dass die pandemiebedingten Einschränkungen – insbesondere Spiele ohne Zuschauer – zu schweren finanziellen Belastungen geführt hätten. Das Land hingegen hält dagegen, dass die Verluste auch auf den Abstieg des Teams in die 2. Bundesliga 2020 zurückzuführen seien und nicht allein auf die Corona-Krise.

Das Düsseldorfer Verwaltungsgericht gab Fortuna Düsseldorf in erster Instanz recht und urteilte, dass das Land keinen rechtlichen Anspruch auf eine Rückforderung habe. Der Verein warnte zudem, dass Verzögerungen bei der Auszahlung der Hilfen zu einem Wettbewerbsnachteil im Ligabetrieb führen würden. Doch das Urteil ist nicht rechtskräftig – die Mittel bleiben vorerst gesperrt.

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Das Oberverwaltungsgericht Münster schlug später vor, das Verfahren einzustellen. Stattdessen regte es eine teilweisen Rückzahlung auf Grundlage anderer rechtlicher Argumente an. Beide Seiten haben nun vier Wochen Zeit, um eine außergerichtliche Einigung zu erzielen. Dafür müsste Fortuna Düsseldorf seine Klage teilweise zurückziehen. Zudem kritisierte das Verwaltungsgericht, dass das Land bei der Verteilung der Hilfen an Vereine uneinheitliche Maßstäbe angewandt habe.

Der juristische Machtkampf geht indes weiter – der Verein kann weiterhin nicht auf die umstrittenen 1,7 Millionen Euro zugreifen. Sollte innerhalb der Frist keine Einigung zustande kommen, könnte sich der Prozess weiter hinziehen. Das Ergebnis wird entscheiden, ob Fortuna Düsseldorf einen Teil oder die gesamten Hilfsgelder zurückzahlen muss – mit direkten Folgen für die finanzielle Stabilität in der kommenden Saison.

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