Festnahme am Bielefelder Hauptbahnhof: Geschiebener Pole ohne Ticket im ICE
Ljiljana HeinFestnahme am Bielefelder Hauptbahnhof: Geschiebener Pole ohne Ticket im ICE
Ein 23-jähriger Pole ist am Hauptbahnhof Bielefeld festgenommen worden, nachdem er ohne gültiges Ticket in einen ICE eingestiegen war. Bundespolizisten nahmen ihn am Dienstagnachmittag in Gewahrsam. Der Mann war erst wenige Monate zuvor nach Polen abgeschoben worden.
Der Vorfall ereignete sich am 13. Mai, als der Mann mit einem ICE von Hannover nach Bielefeld reiste – ohne über ein gültiges Ticket für die Fahrt zu verfügen. Beamte am Bahnhof erkannten ihn und nahmen ihn vorläufig fest.
Wie die Behörden später mitteilten, wurde der Mann in 14 verschiedenen Ermittlungsverfahren bei sieben Staatsanwaltschaften gesucht. Die meisten Vorwürfe betrafen Eigentumsdelikte und Körperverletzung. Seit 2017 war er in über 100 rechtliche Konflikte verwickelt.
Das Ausländeramt Aurich hatte ihm bereits die Freizügigkeit in Deutschland entzogen. Damit war es ihm untersagt, ohne Einschränkungen ins Land einzureisen. Nach seiner Festnahme wurde er in Polizeigewahrsam genommen, um eine erneute Abschiebung vorzubereiten.
Der Mann bleibt bis zu seiner geplanten Ausreise aus Deutschland in Haft. Seine wiederholten juristischen Probleme und die vorherige Abschiebung führten zu einem schnellen Vorgehen der Behörden. Der Fall unterstreicht die anhaltenden Bemühungen der Strafverfolgungsbehörden gegen Personen mit umfangreicher krimineller Vorgeschichte.
