Essen führt Doppelhaushalt ein: Mehr Transparenz und bessere Finanzkontrolle ab 2027
Andrew GudeEssen führt Doppelhaushalt ein: Mehr Transparenz und bessere Finanzkontrolle ab 2027
Essen plant Doppelhaushalt für 2027 und 2028 – mehr Transparenz und bessere Finanzsteuerung
Die Stadt Essen bereitet derzeit einen zweijährigen Haushaltsplan für 2027 und 2028 vor, um die Finanzplanung zu verbessern und mehr Transparenz zu schaffen. Der Entwurf wird dem Rat am 16. September 2026 vorgestellt; die endgültige Entscheidung soll am 18. November 2026 fallen. Der Schritt folgt Essens Teilnahme am nordrhein-westfälischen Entschuldungsprogramm, durch das die Zinsbelastung in diesem Jahr bereits um rund 11,7 Millionen Euro gesenkt werden konnte.
Die Umstellung auf einen Doppelhaushalt soll Essen eine bessere Übersicht über kreditfinanzierte Investitionen im zweiten Jahr ermöglichen. Gleichzeitig verringert sich der bürokratische Aufwand für die Stadtverwaltung und die politischen Beratungsgremien. Strengere Finanzkontrollen bleiben bestehen – so ist etwa für Ausgaben über 5.000 Euro weiterhin eine vorherige Genehmigung im Rahmen des Kassenvisums der Stadtkasse erforderlich.
Um die Haushaltsdisziplin zu wahren, wird Essen freiwillige Ausgaben prüfen und nicht dringende Verwaltungsausgaben verschieben. Für bestimmte Leistungen gibt es eine Ausnahmeliste; deren Betriebshaushalte wurden um 20 Prozent gekürzt. Im Rahmen des Landesentschuldungsprogramms hat die Stadt zudem Liquiditätskredite in Höhe von etwa 610,7 Millionen Euro aufgenommen.
Das neue Vorgehen stärkt die Transparenz, da es mit den kommunalen und haushaltsrechtlichen Berichtsstandards abgestimmt ist. Die Verantwortlichen erwarten, dass die Änderungen zu einer stabileren Finanzplanung beitragen und gleichzeitig die Ausgaben im Griff behalten.
Über den Doppelhaushalt wird im November 2026 abgestimmt, nachdem er im September eingebracht wurde. Bei einer Zustimmung sollen die Finanzprozesse effizienter werden und Essens Engagement für eine disziplinierte Haushaltsführung unterstrichen werden. Die Stadt rechnet durch den verlängerten Planungszeitraum mit weiteren Einsparungen und einer gesteigerten Effizienz.






