08 May 2026, 04:24

Essen diskutiert die Zukunft des Digitalfunks BOS für mehr Sicherheit in Krisen

Feuerwehrleute in Helmen und Schutzausrüstung arbeiten an einem Feuerhydranten mit Rohren und Ventilen im Hintergrund.

Essen diskutiert die Zukunft des Digitalfunks BOS für mehr Sicherheit in Krisen

Krisenkommunikation im Fokus: Essen diskutiert Zukunft des Digitalfunks BOS

Auf dem diesjährigen „Blaulicht-Tag“ in Essen stand die Notfallkommunikation im Mittelpunkt. Verantwortliche und Fachleute trafen sich, um über die Weiterentwicklung des Digitalfunks BOS zu beraten – jenes Systems, das in ganz Deutschland Feuerwehr, Polizei und Rettungskräfte verbindet. Die Veranstaltung zeigte sowohl die aktuellen Stärken als auch die künftigen Anforderungen an eine zuverlässige Kommunikation in Krisensituationen.

Der heutige Digitalfunk BOS basiert auf dem europäischen TETRA-Standard und ermöglicht sichere Sprachübertragung sowie den Austausch kurzer Daten. Seine Robustheit bewährte sich etwa während des Stromausfalls in Berlin im September 2022, als das System trotz flächendeckender Netzstörungen funktionsfähig blieb.

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Vor Ort bei der Essener Feuerwehr wurden in Live-Demonstrationen die heutigen Möglichkeiten der Technik vorgestellt – und wie sie sich künftig weiterentwickeln könnte. Einsatzkräfte betonten den dringenden Bedarf an Breitbandfähigkeiten, um Echtzeitdaten wie Drohnenaufnahmen, Lagekarten oder medizinische Informationen zu teilen. Ein eigenes, krisensicheres Netz im UHF-Bereich (470–694 MHz) würde sicherstellen, dass die Kommunikation auch bei Großschadenslagen nicht zusammenbricht.

Nordrhein-Westfalens Innenminister Herbert Reul unterstrich die lebenswichtige Bedeutung zuverlässiger Kommunikation für Rettungskräfte. Staatssekretärin Dr. Daniela Lesmeister ergänzte, dass ohne funktionierende Systeme Einsatzoperationen schlicht nicht möglich seien. Die Abteilung 402 des Ministeriums steuert die Einführung des Digitalfunks BOS und koordiniert dabei die Zusammenarbeit zwischen Bund und Ländern.

An der Veranstaltung nahmen Vertreter verschiedener Ministerien, Behörden und Hilfsorganisationen teil. Im Mittelpunkt der Gespräche stand die Frage, wie das System an moderne Anforderungen angepasst werden kann. Breitbandausbau und ein geschütztes Frequenznetz gelten nun als zentrale Prioritäten, um auch in zukünftigen Krisen eine reibungslose Kommunikation zu gewährleisten.

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