08 April 2026, 08:34

Escape Room in Marl lässt Spieler die Flucht von Geflüchteten nachempfinden

Plakat, das kostenlose Gebühren für über 1.000 Coursera-Kurse für Flüchtlinge ankündigt, mit mehreren Personen im Hintergrund, die Taschen tragen.

Escape Room in Marl lässt Spieler die Flucht von Geflüchteten nachempfinden

Flucht-Simulationsraum in Marl eröffnet: Spieler erleben die Herausforderungen von Geflüchteten

In Marl hat ein Escape Room eröffnet, der die Schwierigkeiten von Geflüchteten nachstellt. Unter dem Titel "Unbekannte Unbehagen" (Unvertrautes Unbehagen) werden die Teilnehmer vor Aufgaben gestellt, die reale Hürden von Asylsuchenden widerspiegeln. Das Projekt zielt darauf ab, durch perspektivischen Wechsel Empathie für Menschen zu wecken, die in einem fremden Land Sicherheit suchen.

Im Spiel finden sich die Teilnehmer in "Fremdistan" wieder, einem fiktiven Land, in dem sie Rätsel lösen müssen, um Aufenthaltsgenehmigungen zu erhalten. Ähnlich wie echte Geflüchtete sehen sie sich engen Fristen und undurchsichtigen bürokratischen Hindernissen gegenüber. Nur wer alle Aufgaben innerhalb der vorgegebenen Zeit schafft, erhält das Recht zu bleiben.

Marls Bürgermeister Thomas Terhorst besuchte den Raum im insel-VHS-Bildungszentrum für Erwachsene, um die Simulation selbst auszuprobieren. Im Gespräch mit dem WDR-Fernsehen schilderte er später seine Eindrücke und betonte, wie das Spiel die überwältigende Natur alltäglicher Herausforderungen für Geflüchtete verdeutliche. Er hofft, dass das Projekt den Einheimischen hilft, die Schwierigkeiten von Neuankömmlingen in Deutschland besser nachzuvollziehen.

Der Escape Room ist eine gemeinsame Initiative der Stadt Marl und der Diakonie im Kirchenkreis Recklinghausen. Die organisierende Hilfsorganisation Flüchtlingshilfe Bonn wird das Erlebnis mehrere Wochen lang in Marl anbieten, bevor es nach Duisburg weiterzieht. Teilnehmer, die es bereits ausprobiert haben, berichten, wie schnell ihnen klar wurde, wie einschüchternd selbst einfache Aufgaben in einem unbekannten System wirken können.

Das Projekt bietet eine interaktive Möglichkeit, die Realität von Asylverfahren zu begreifen. Nach der Station in Marl wird der Raum nach Duisburg umziehen, um noch mehr Menschen die Chance zu geben, sich mit den Erfahrungen von Geflüchteten auseinanderzusetzen. Die Veranstalter sind überzeugt, dass die Simulation Verständnislücken zwischen verschiedenen Gemeinschaften überbrücken kann.

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