15 March 2026, 20:31

Düsseldorfer Demonstration fordert härtere Prüfung rechtsextremer Parteien wie der AfD

Eine Gruppe von Menschen steht vor einem Gebäude und hält Schilder und Plakate in die Höhe, während zwei Personen im Vordergrund sitzen und ein Müllcontainer rechts zu sehen ist, während einer Demonstration in Deutschland, mit Gebäuden, Fenstern, Lichtern und Schildern im Hintergrund.

Düsseldorfer Demonstration fordert härtere Prüfung rechtsextremer Parteien wie der AfD

Demonstration in Düsseldorf fordert strengere Prüfung rechtsextremer Parteien

Am Samstag, dem 14. März 2026, findet in Düsseldorf eine Kundgebung statt, die eine verschärfte Überprüfung rechtsextremer Parteien fordert. Die Organisatoren rufen das Bundesverfassungsgericht auf, alle Gruppen zu prüfen, die als extremistisch eingestuft oder unter Verdacht stehen. Die Demonstration wird von lokalen Demokratieinitiativen unterstützt und zielt darauf ab, öffentliche Rückendeckung für eine strengere Kontrolle zu gewinnen.

Die unter dem Motto "UNTERSUCHT JETZT!" stehende Protestaktion beginnt um 14:00 Uhr vor dem Landtag von Nordrhein-Westfalen. Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden gebeten, sich um 12:33 Uhr am Bahnhof Bergisch Gladbach, Gleis 1, zu treffen, um gemeinsam zur Veranstaltung anzureisen. Kernforderung der Demonstration ist eine verfassungsrechtliche Überprüfung von Parteien, die wegen rechtsextremer Tendenzen auffällig geworden sind – darunter auch solche, gegen die derzeit ermittelt wird.

Der Bergisch Gladbacher Verein für Demokratie und Vielfalt (DeVi) hat die Kundgebung öffentlich unterstützt. Weitere Informationen gibt es auf der Website www.gl-devi.de sowie auf den Social-Media-Kanälen des Vereins (@gl.de.vi auf Instagram, Facebook und TikTok). Zusätzliche Details sind auch unter www.pruef-demos.de zu finden.

Der Druck zur Überprüfung wuchs, nachdem die AfD (Alternative für Deutschland) im Mai 2025 vom Bundesamt für Verfassungsschutz als gesichert rechtsextremistische Organisation eingestuft worden war – ein Beschluss, der vom Verwaltungsgericht Köln vorläufig ausgesetzt wurde. Mehrere Landesverbände der AfD, darunter in Brandenburg, Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und jüngst auch in Niedersachsen, gelten weiterhin offiziell als extremistisch. Die Partei wehrt sich gegen diese Einstufungen vor Gericht, doch bis März 2026 liegt noch keine Beschwerde beim Bundesverfassungsgericht vor.

Nach deutschem Recht kann der Bundesrat eine solche verfassungsrechtliche Prüfung mit einfacher Mehrheit einleiten. Nordrhein-Westfalen hat den Antrag bisher jedoch nicht unterstützt.

Die Demonstration soll Abgeordnete unter Druck setzen, gegen Extremismus vorzugehen. Die Organisatoren hoffen, dass die Veranstaltung das Bewusstsein für das Thema schärft und rechtliche Schritte gegen verdächtige Parteien anstoßen wird. Angesichts der Tatsache, dass mehrere AfD-Landesverbände bereits als extremistisch gelten, unterstreicht die Kundgebung die anhaltende Debatte über die politische Aufsicht in Deutschland.

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