29 June 2026, 04:20

Dortmunder Missbrauchsskandal: Warum der BVB jahrelang untätig blieb

BVB: Bericht zu mutmasslichen Missbrauchsfällen bis Ende des Jahres erwartet

Dortmunder Missbrauchsskandal: Warum der BVB jahrelang untätig blieb

Borussia Dortmund steht vor einem historischen Missbrauchsskandal, in den ein ehemaliger Funktionär verwickelt ist. Der Verein erhielt bereits 2010 erste Hinweise auf Vorwürfe, unternahm jedoch erst 2023 Schritte. Die Behörden ermitteln nun in dem Fall, bei dem 23 potenzielle Opfer identifiziert wurden.

Die mutmaßlichen Straftaten ereigneten sich zwischen den frühen 1990er- und frühen 2000er-Jahren. 2010 erfuhr der Verein von einem Versuch des Ex-Mitarbeiters, sich einem Spieler zu nähern, doch es folgten keine sofortigen Konsequenzen. Ein weiterer Spieler äußerte 2018 Bedenken, doch der Verein zögerte die Maßnahmen bis 2023 hinaus.

Erst 2023 beendete Borussia Dortmund das Beschäftigungsverhältnis mit dem Beschuldigten und setzte seine Ehrenmitgliedschaft aus. Die Staatsanwaltschaft Hagen leitet nun die strafrechtlichen Ermittlungen, durchsuchte die Wohnung des Verdächtigen und beschlagnahmte elektronische Geräte sowie Datenträger.

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Im November 2025 beauftragte der Verein eine unabhängige Überprüfung. Eine externe Wirtschaftsprüfungsgesellschaft und eine Strafrechtskanzlei führen die Untersuchungen durch. Der Abschlussbericht wird bis Ende des Jahres erwartet.

Die Ermittlungen dauern an, wobei 23 potenzielle Opfer beteiligt sind. Gegen den Beschuldigten hat der Verein disziplinarische Maßnahmen ergriffen. Borussia Dortmund wartet nun auf den Abschluss der unabhängigen Prüfung und den finalen Bericht.

Quelle