Dortmunder Forscher entwickeln Batterien mit zehnfach höherer Spannung und Effizienz
Andrew GudeDortmunder Forscher entwickeln Batterien mit zehnfach höherer Spannung und Effizienz
Ein neues Forschungsprojekt könnte die Speichertechnologie für Batterien revolutionieren, indem es deren Spannung drastisch erhöht. Die Initiative KV BATT, geleitet von der Fachhochschule Dortmund, zielt darauf ab, die Effizienz um das Zehn- bis Zwanzigfache zu steigern. Erste Tests deuten darauf hin, dass dieser Ansatz Energieverluste verringern und den Wartungsaufwand reduzieren könnte.
Aktuelle Großspeicher leiden häufig unter Ineffizienzen: Geringe Spannungen führen zu hohen Strömen, die wiederum Widerstand, Wärmeentwicklung und Energieverluste verursachen. Höhere Spannungen hingegen mindern diese Probleme, da sie den Widerstand senken und den Kühlbedarf verringern.
Das KV BATT-Team hat bereits im Labor eine kompakte, modulare Batterieeinheit entwickelt. Dieses Design verspricht einen nahezu wartungsfreien Betrieb bei gleichzeitig geringerer Platzbeanspruchung. Ein Praxistest in Ense (Deutschland) soll bald ein herkömmliches 1000-Volt-System mit einer neuen Anlage für 10.000 bis 20.000 Volt vergleichen.
Projektleiter Professor Martin Kiel ist überzeugt, dass die Erhöhung der Spannung der Schlüssel zu mehr Effizienz ist. Die Forschungsgruppe hat ein europäisches Patent angemeldet, und die Hochschule lädt Industriepartner ein, sich an der weiteren Entwicklung zu beteiligen.
Die Ergebnisse des Projekts könnten die Gestaltung von Batteriespeichersystemen grundlegend verändern. Durch die höhere Spannung erwartet das Team geringere Energieverluste, weniger Wärmeentwicklung und einen reduzierten Kühlbedarf. Bei Erfolg könnte die Technologie bald in praktischen Anwendungen eingesetzt werden.






