Deutsche Telekom startet europäisches KI-Projekt SOOFI mit 1.000 NVIDIA-Supercomputern
Marit CichoriusDeutsche Telekom startet europäisches KI-Projekt SOOFI mit 1.000 NVIDIA-Supercomputern
Deutsche Telekom startet Großprojekt für europäisches KI-Sprachmodell
Die Deutsche Telekom hat eine bedeutende Partnerschaft zur Entwicklung eines europäischen KI-Sprachmodells bekannt gegeben. Das unter dem Namen SOOFI geführte Projekt wird gemeinsam mit der Leibniz Universität Hannover, dem Fraunhofer-Institut und dem KI-Verband Deutschland umgesetzt. Ziel ist es, ein leistungsstarkes KI-System mit etwa 100 Milliarden Parametern zu schaffen.
Die Initiative stützt sich auf die neue KI-Fabrik der Telekom, in der rund 1.000 NVIDIA-DGX-Systeme untergebracht sind. Nach der Ankündigung stiegen die Aktien des Konzerns leicht um 1,0 % auf 27,44 Euro – Stand Donnerstagvormittag.
Das SOOFI-Projekt wird sein Sprachmodell in der KI-Fabrik der Deutschen Telekom trainieren. Die Anlage verfügt über mehr als 10.000 Grafikprozessoren (GPUs), verteilt auf 1.000 NVIDIA-DGX-Systeme. Ab März 2026 sollen etwa 130 dieser Systeme ausschließlich für das SOOFI-Modell genutzt werden.
Das Rechenzentrum, das das Projekt unterstützt, wird eine Spitzenleistung von 0,5 ExaFLOPS erreichen. Hochgeschwindigkeits-Glasfaserverbindungen vernetzen die Infrastruktur. Ferri Abolhassan, Chef der Telekom-Tochter T-Systems, betonte, dass digitale Souveränität für die wirtschaftliche Unabhängigkeit Europas entscheidend sei.
Die Leibniz Universität Hannover spielt eine zentrale Rolle – das Forschungszentrum L3S bringt dabei sein Fachwissen ein. Auch die TU Dresden und das Fraunhofer IAIS Dresden sind über ihr gemeinsames CEE-AI-Zentrum beteiligt. Der Vertrag mit der Leibniz Universität soll laut Berichten ein Volumen im zweistelligen Millionenbereich haben.
Trotz des jüngsten Kursanstiegs liegt die Telekom-Aktie weiterhin 7,6 % unter dem Wert von vor einem Monat.
Das SOOFI-Projekt stellt einen wichtigen Schritt in der europäischen KI-Entwicklung dar. Mit der Rechenleistung der Deutschen Telekom und den Partnerschaften mit führenden Forschungseinrichtungen wird die Initiative vorangetrieben. Die Trainingsphase des Modells soll Anfang 2026 beginnen – die notwendigen Ressourcen sind bereits bereitgestellt.






