China überholt Europa im globalen Maschinenbau für Kunststoffe und Kautschuk
Ljiljana HeinChina verkauft deutlich mehr Maschinen für die Kunststoffproduktion - China überholt Europa im globalen Maschinenbau für Kunststoffe und Kautschuk
China hat seine Vorherrschaft auf dem weltweiten Markt für Kunststoff- und Kautschukmaschinen rasant ausgebaut. Neue Zahlen zeigen, dass sein Anteil am globalen Umsatz von nur vier Prozent im Jahr 2000 auf 32 Prozent im Jahr 2024 gestiegen ist. Gleichzeitig hat Europa an Boden verloren: Sein Marktanteil sank auf 43 Prozent – ein deutlicher Rückgang gegenüber früheren Spitzenwerten.
Die aktuellen Daten wurden vom VDMA, dem Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau, zu Beginn der K-Messe in Düsseldorf veröffentlicht. Die vom 16. bis 23. Oktober stattfindende Veranstaltung wird rund 3.200 Aussteller versammeln und über 180.000 Besucher anziehen. Ein zentrales Thema in diesem Jahr ist die Herstellung von Kunststoffen aus recycelten Abfällen, die 2023 etwa 20 Prozent der Produktion ausmachte.
Die europäische Produktion von Kunststoff- und Kautschukmaschinen erreichte 2023 einen Wert von 17,7 Milliarden Euro, wobei Deutschland fast die Hälfte dieses Volumens beisteuerte. Dennoch ist der Marktanteil der Region gesunken, während Chinas Wachstum beeindruckend bleibt. Ulrich Reifenhäuser vom VDMA merkte an: „Die Chinesen waren in den letzten Jahren sehr erfolgreich – das ist wirklich beeindruckend.“
Chinas Expansion konzentriert sich vor allem auf Standardmaschinen, während Europa bei Hochtechnologie-Anlagen weiterhin führend bleibt. Auch die USA verzeichneten einen Rückgang ihres Anteils von 18 auf nur noch sieben Prozent. In Deutschland werden Kunststoffe vorrangig für Verpackungen (30 Prozent), den Bausektor (24 Prozent) und Fahrzeuge (11 Prozent) eingesetzt.
Die Verschiebung der Marktverhältnisse unterstreicht Chinas wachsenden Einfluss in der Produktion von Standardmaschinen. Europa behält zwar seine Spitzenposition bei fortschrittlicher Technologie, doch der Gesamtmarktanteil geht weiter zurück. Die K-Messe wird diese Trends vermutlich widerspiegeln, wenn Branchenführer über zukünftige Entwicklungen in den Bereichen Recycling und Innovation diskutieren.






