28 June 2026, 16:18

CDU in NRW verliert stark – AfD und Grüne profitieren von Wählerstimmung

Infratest: Bedeutende Verluste für die CDU in NRW - AfD auf Rekordhoch

CDU in NRW verliert stark – AfD und Grüne profitieren von Wählerstimmung

Die Zustimmung der Wähler für Kanzler Hendrik Wüsts CDU ist in Nordrhein-Westfalen stark gesunken. Die Partei liegt nun bei 32 Prozent – ein Rückgang um drei Punkte im Vergleich zur vorherigen Umfrage. Auch die Zufriedenheit mit der Landesregierung ist seit Februar deutlich zurückgegangen.

Die Grünen haben zugelegt und kommen mit einem Plus von zwei Punkten auf 15 Prozent. Gleichzeitig hat die rechtspopulistische AfD mit 17 Prozent gleichgezogen und liegt damit gemeinsam mit der SPD auf Platz zwei. Die SPD unter Jochen Ott verlor drei Punkte und fällt auf 17 Prozent zurück, nahe an ihrem historischen Tiefstand. Die FDP hat erstmals seit April 2024 wieder die Fünf-Prozent-Hürde überschritten und gewinnt einen Punkt hinzu.

Die Wähler in Nordrhein-Westfalen haben ihre Prioritäten verschoben. Infrastruktur, öffentlicher Nahverkehr und Verkehrsprobleme sind nun das drängendste Thema und haben die Migration als größte Sorge abgelöst. Bildung und Schulen folgen auf Platz zwei, während Migration auf den dritten Rang gerückt ist.

Die wirtschaftlichen Sorgen nehmen zu. Nur noch 22 Prozent der Wahlberechtigten bewerten die wirtschaftliche Lage des Landes als sehr gut oder gut – neun Punkte weniger als vor einem Jahr. 16 Prozent der Erwerbstätigen fürchten inzwischen um ihren Arbeitsplatz, ein Anstieg um sechs Punkte im Vergleich zum Vorjahr. Zudem überdenkt jeder vierte Bürger wegen der steigenden Kosten seine Urlaubspläne: 25 Prozent entscheiden sich für günstigere Reisen oder streichen ihre Ferien ganz.

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Der Rückgang der CDU und der Aufstieg der AfD spiegeln die veränderte Stimmung der Wähler in Nordrhein-Westfalen wider. Wirtschaftliche Ängste und verschobene politische Prioritäten prägen zunehmend die politische Landschaft des Landes. Die aktuellen Umfragen zeigen ein zersplittertes und umkämpftes Umfeld im Vorfeld künftiger Wahlen.

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