Berlins Rolltreppen-Regel: Warum die linke Seite tabu für Stehende ist
Ljiljana HeinBerlins Rolltreppen-Regel: Warum die linke Seite tabu für Stehende ist
Berlins Rolltreppen folgen einer unausgesprochenen Regel: rechts stehen, links gehen. Dieses System hält die Stadt in Bewegung – effizient und ohne unnötige Verzögerungen. Doch wer sich nicht daran hält, sorgt schnell für Verärgerung.
Die linke Seite der Rolltreppe ist denen vorbehalten, die es eilig haben. Sie fungiert als Überholspur für alle, die lieber gehen statt stehen. Doch immer wieder blockieren Menschen diesen Bereich, indem sie sich einfach dort postieren – und anderen den Weg versperren.
In Berlin ist Zeit eine inoffizielle Währung. Jede Sekunde zählt, besonders zu Stoßzeiten am Morgen oder Abend. Wer auf der linken Seite steht, bremst den Fluss aus – und das führt zu genervten Blicken.
Das Problem offenbart den Konflikt zwischen Hektik und Gleichgültigkeit. Die einen ignorieren die Regel, weil sie sie nicht kennen oder schlicht nicht beachten. Die anderen, die es eilig haben, empfinden sie als Hindernisse in einer ohnehin schon schnellen Stadt.
Wer auf der linken Seite steht, stört Berlins Rhythmus, indem er die schnelle Spur blockiert. Die Angewohnheit mag klein erscheinen, doch in einer Stadt, in der Effizienz großgeschrieben wird, summieren sich solche Momente. Die ungeschriebene Regel bleibt vorerst bestehen – auch wenn sich nicht alle daran halten.






