13 March 2026, 16:48

Berliner Staatsoper präsentiert ambitionierten Spielplan 2026/27 mit sechs Neuproduktionen

Ein Vintage-Plakat, das die Oper "Wien, du Stadt Meiner Träume" von Rudolf Sieczynski ankündigt, mit einer Stadtlandschaft im Hintergrund und beschreibendem Text.

Was die Staatsoper für die nächste Saison plant - Berliner Staatsoper präsentiert ambitionierten Spielplan 2026/27 mit sechs Neuproduktionen

Die Berliner Staatsoper Unter den Linden hat ihr Spielplan für die Saison 2026/27 vorgestellt, der sechs Neuproduktionen umfasst. Das Programm vereint selten aufgeführte Werke mit bekannten Klassikern. Generalmusikdirektor Christian Thielemann wird mehrere zentrale Aufführungen leiten.

Die Saison beginnt Ende September mit Gaspare Spontinis La Vestale, das 1807 uraufgeführt wurde. Intendantin Elisabeth Sobotka bezeichnete das Programm als anspruchsvoll – trotz anhaltender finanzieller Herausforderungen.

Für Thielemann ist es die dritte Spielzeit als Generalmusikdirektor. Ein Höhepunkt wird Engelbert Humperdincks Königskinder (1910) sein, eine selten gespielte Oper, deren Premiere für Mai 2027 geplant ist. Thielemann selbst wird die Produktion dirigieren.

Auch Giacomo Puccinis Manon Lescaut (1893) kehrt auf die Bühne zurück. Zudem steht im Rahmen des Festivals 2027 Ludwig van Beethovens Neunte Sinfonie auf dem Programm – zum 200. Todestag des Komponisten.

Die Ankündigung folgt auf jüngste öffentliche Äußerungen des Schauspielers Timothée Chalamet über die Oper, die gemischte Reaktionen auslösten. Einige Opernhäuser reagierten mit Humor, andere kritisierten seine Aussagen. Thielemann hat Chalamet eingeladen, während der Saison eine Vorstellung von Tristan zu besuchen.

Solche öffentlichen Wortwechsel zwischen Prominenten und klassischen Institutionen bleiben selten. In den vergangenen fünf Jahren zogen nur wenige Fälle – etwa Debatten an der Wiener Staatsoper oder der Bayerischen Staatsoper – vergleichbare Aufmerksamkeit auf sich.

Die neue Spielzeit der Staatsoper verbindet seltene Werke mit gefeiertem Repertoire. Die Aufführungen laufen von Ende September 2026 bis in den folgenden Sommer. Karten und weitere Details sollen in den kommenden Monaten veröffentlicht werden.

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