Bergisch Gladbach spart 3,8 Millionen – doch die Haushaltslücke bleibt
Ljiljana HeinBergisch Gladbach spart 3,8 Millionen – doch die Haushaltslücke bleibt
Bergisch Gladbach hat durch jüngste Haushaltskürzungen 3,8 Millionen Euro eingespart – und damit das vom Stadtrat gesetzte Ziel übertroffen. Die Einsparungen umfassen 1,3 Millionen Euro bei den Betriebskosten und 2,5 Millionen Euro im Personalbereich. Mit den Maßnahmen sollen finanzielle Belastungen bewältigt werden, ohne die Grundsteuern zu erhöhen.
Der Gesamtetat der Stadt beläuft sich in diesem Jahr auf 500 Millionen Euro. Die Kürzungen betreffen rund 100 Bereiche, darunter Dienstleistungen für Geflüchtete, Marketing, Jugendkultur und die Feuerwehr. Entlassungen wird es nicht geben, doch 12 neu geschaffene Stellen sowie 7 bestehende Positionen werden nicht nachbesetzt, wenn Mitarbeiter die Stadtverwaltung verlassen.
Um die Ausgaben künftig zu begrenzen, bleiben die Personalausgaben auf dem Niveau von 2026 eingefroren. Weitere Maßnahmen sehen vor, freie Stellen erst nach sechs Monaten neu zu besetzen und die Übertragung nicht genutzter Urlaubstage einzuschränken. Zudem verzichtet die Verwaltung auf eine Erhöhung der Kita-Gebühren um 2 Millionen Euro, was Eltern zusätzliche Kosten erspart.
Geschützt vor Kürzungen blieben Schulen, die Straßeninstandhaltung und das Gelände der ehemaligen Zanders-Papierfabrik. Andere Ressorts müssen daher einen größeren Teil der Einsparungen tragen. Trotz der Bemühungen bleibt das prognostizierte Haushaltsdefizit der Stadt für dieses Jahr unverändert.
Die eingesparten 3,8 Millionen Euro übersteigen das ursprüngliche Ziel von 1,3 Millionen Euro bei den jährlichen Betriebskosten. Die Änderungen werden schrittweise umgesetzt – einige Auswirkungen sind bereits in diesem Jahr spürbar, andere zeigen sich erst später. Steuern wurden zwar nicht erhöht, doch die anhaltende Haushaltslücke erfordert weiterhin ein striktes Finanzmanagement.
