Bergisch Gladbach plant neue Radwege und scheitert an Personalmangel und Gerichtsurteilen
Albin ReisingBergisch Gladbach plant neue Radwege und scheitert an Personalmangel und Gerichtsurteilen
Ausschuss für Mobilität und Verkehr in Bergisch Gladbach berät über Straßenprojekte und Verkehrspläne
Diese Woche kam der Ausschuss für Mobilität und Verkehr in Bergisch Gladbach zusammen, um mehrere Straßenbauvorhaben und Verkehrsplanungen zu prüfen. Zu den zentralen Beschlüssen zählten Änderungen an der Buchholzstraße, neue Radwege an der Paffrather Straße sowie Verzögerungen aufgrund von Personalmangel.
Auf der Tagesordnung standen zudem Busverbindungen, Lkw-Zufahrten in Refrath und anstehende Sanierungsarbeiten an der Leverkuser Straße.
Der Ausschuss entschied, die bestehende Verkehrsführung auf der Buchholzstraße beizubehalten, und stimmte lediglich einer kleineren radverkehrsbezogenen Änderung zu, die von SPD und Grünen eingebracht worden war. Auf der Paffrather Straße werden hingegen zwischen Reuterstraße und Stationsstraße beidseitig geschützte Radspuren eingerichtet.
In Refrath setzte sich die CDU für eine Verbreiterung der Straße Auf der Kaule sowie die Aufhebung der Einbahnstraßenregelung ein, um die Lkw-Zufahrt zu erleichtern. Doch Bürgermeisterstellvertreter Ragnar Migenda lehnte den Vorschlag ab – mit Verweis auf bestehende Bestandsrechte und fehlendes Personal zur Umsetzung der Änderungen. Zudem räumte er die Niederlage beim Radwegprojekt Hasenweg ein, nachdem das Verwaltungsgericht Köln das Vorhaben abgelehnt hatte.
Einstimmig unterstützte der Ausschuss Teile eines Antrags von SPD und Grünen, der bessere Ersatzverkehre für die S11-Buslinie forderte. Abgelehnt wurden jedoch eine Fördermittelanfrage über 200.000 Euro sowie eine geringe Erhöhung der Parkgebühren. Personalengpässe zogen sich wie ein roter Faden durch die Sitzung – derzeit ist nur eine einzige Mitarbeiterin für die statische Verkehrssteuerung zuständig.
Für den Lerbacher Weg brachten SPD und Grünen Änderungen am Entwurf der Verwaltung ein, mit Fokus auf die Radverkehrsinfrastruktur. Das Maßnahmenprogramm für die Jahre 2026 bis 2028 wurde verabschiedet, wobei die CDU eine Priorisierung allein der 2026er Projekte bevorzugt hätte.
Die Sanierung der Leverkuser Straße beginnt 2027; im ersten Halbjahr wird RheinNetz dort eine Wassertransportleitung erneuern.
Die Beschlüsse des Ausschusses werden die Verkehrsinfrastruktur in Bergisch Gladbach in den kommenden Jahren prägen. Fest stehen nun geschützte Radwege an der Paffrather Straße sowie Verbesserungen beim S11-Busverkehr. Personalmangel und gerichtliche Entscheidungen haben jedoch andere Vorhaben verzögert oder blockiert – darunter den Radweg Hasenweg in Refrath und den Ausbau von Auf der Kaule.






