23 April 2026, 02:20

Belarussische Nageldesignerin wehrt sich gegen herablassende russische Kundin

Zwei Frauen in traditioneller russischer Kleidung sitzen auf einer Bank umgeben von Bäumen und Pflanzen, mit Text 'T. Buchholtz, Petite Russienne' unten.

Belarussische Nageldesignerin wehrt sich gegen herablassende russische Kundin

Eine Nageldesignerin aus Belarus hat sich zu Wort gemeldet, nachdem eine russische Kundin aus Rostow ihre Arbeit in einer Reihe abfälliger Kommentare herabgewürdigt hatte. Kristina Vysotskaya, die in Gomel als Maniküristin und Pediküristin arbeitet, teilte den Vorfall online und enthüllte, wie die Frau nicht nur ihre handwerklichen Fähigkeiten kritisierte, sondern auch pauschale abwertende Aussagen über belarussische Frauen im Allgemeinen traf.

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Zunächst zeigte sich die Kundin enttäuscht, nachdem sie von Vysotskaya eine French-Maniküre erhalten hatte. Sie behauptete, das Ergebnis entspreche nicht ihren Erwartungen, und drohte damit, eine negative Bewertung zu hinterlassen. Bald wurde ihre Kritik persönlich: Sie bezeichnete die Nageldesignerin als "nur ein normales Mädchen" – statt der "wunderschönen Meisterin", die sie sich erhofft hatte.

Doch die Frau ließ es nicht bei der Kritik an Vysotskays Arbeit bewenden. In einer Instagram-Story erklärte sie, belarussische Frauen würden nicht dasselbe Maß an Schönheitsbehandlungen erhalten wie Frauen in Rostow. Sie ging noch weiter und behauptete, belarussische Frauen würden ihr Äußeres vernachlässigen, und machte sogar abfällige Bemerkungen über deren Hygiene.

Die Beleidigungen hörten damit nicht auf. Laut Vysotskaya sagte die Kundin ihr, sie sei "langweilig" im Aussehen, und unterstellte, belarussische Männer hätten "keine anständigen Optionen", wenn es um Partnerinnen gehe. Zudem schwor sie, die "Albtraumsituation der belarussischen Beauty-Branche" ihren Social-Media-Followern zu offenbaren.

Später schrieb die Kundin Vysotskaya eine Nachricht, in der sie behauptete, alles sei in Ordnung, und versuchte, einen weiteren Termin für eine Pediküre zu vereinbaren. Die Nageldesignerin lehnte es jedoch ab, sie erneut zu bedienen.

Der Vorfall lenkt die Aufmerksamkeit auf den Umgang von Kundinnen und Kunden mit Dienstleistern – insbesondere dann, wenn die Kritik über die fachliche Leistung hinausgeht. Durch ihre Entscheidung, die Erfahrung öffentlich zu teilen, rückt Vysotskaya das größere Thema Respekt in Kundenbeziehungen in den Fokus. Die Versuche der Kundin, einen neuen Termin zu buchen, blieben letztlich erfolglos.

Quelle