Aus Müllhalde wird Ökostrom: Ahaus baut riesigen Solarpark auf alter Deponie
Andrew GudeAus Müllhalde wird Ökostrom: Ahaus baut riesigen Solarpark auf alter Deponie
Auf einer stillgelegten Deponie in Ahaus-Alstätte entsteht bald ein großer Solarpark. Das vom Kreis Borken genehmigte Vorhaben soll brachliegendes Gelände in erneuerbare Energie verwandeln. Die Verantwortlichen erhoffen sich langfristig auch sinkende Kosten für die ansässige Bevölkerung.
Der Kreis Borken und die Stadt Ahaus sind gemeinsam Eigentümer des Geländes, das seit der Schließung der Deponie ungenutzt blieb. Aufgrund des instabilen, setzungsanfälligen Untergrunds eignet es sich zwar kaum für herkömmliche Bebauung, doch ideal für eine Solaranlage. Die Abfallwirtschaftsgesellschaft Westmünsterland (AWM) wird das Projekt leiten, das bis Mitte 2025 in Betrieb gehen muss, um staatliche Fördergelder zu erhalten.
Ein ähnliches Projekt, der Solarpark Fröndenberg, wurde bis August 2025 auf einer ehemaligen Deponie fertiggestellt. Eine weitere Großanlage – ein zehn Hektar großes Photovoltaik-Feld in der Nähe des Dortmunder Windparks Ellinghausen – befindet sich ebenfalls in Planung. Dieses vom Energieversorger DEW21 getragene Vorhaben wartet noch auf die Netzzusagen, bevor die Bauarbeiten Anfang 2028 beginnen können.
Neben Solarstrom könnte das Gelände in Ahaus zudem für großflächige Energiespeicher genutzt werden. Dadurch ließe sich überschüssige Windenergie zwischenspeichern und die Netzstabilität verbessern.
Der Solarpark könnte zudem die jährlichen Unterhaltungskosten der Deponie verringern. Bei Erfolg könnten sogar die Abfallgebühren für die Bürger sinken. Das Projekt ist ein weiterer Schritt, um ehemalige Industrieflächen für saubere Energie zu reaktivieren.