250 Frauen fordern Zehn-Punkte-Plan gegen männliche Gewalt in Deutschland
Marit Cichorius250 Frauen fordern Zehn-Punkte-Plan gegen männliche Gewalt in Deutschland
Ein Bündnis aus 250 prominenten Frauen hat einen Zehn-Punkte-Plan vorgelegt, um männliche Gewalt in Deutschland zu bekämpfen. Zu der Gruppe gehören Politikerinnen, Aktivistinnen und Prominente, die sich für Rechtsreformen in Bereichen wie Femizid und digitale Gewalt einsetzen. Ihre Forderungen umfassen Änderungen im Strafrecht, besseren Online-Schutz sowie strengere Strafen für technologisch unterstützte Belästigung.
Das Bündnis vereint bekannte Persönlichkeiten wie die SPD-Vorsitzende Bärbel Bas, die Grünen-Co-Vorsitzende Franziska Brantner und die Klimaaktivistin Luisa Neubauer. Auch die Schauspielerin Veronica Ferres, die Musikerin Nina Chuba und die Moderatorin Carolin Kebekus unterstützen die Kampagne. Gemeinsam fordern sie, Femizide als eigenständigen Straftatbestand im deutschen Strafgesetzbuch anzuerkennen.
Ihre Vorschläge erstrecken sich auch auf den digitalen Raum: Dort verlangen sie die Strafbarkeit von nicht einvernehmlichen, sexualisierten Deepfake-Inhalten. Zudem soll der Einsatz KI-gestützter "Nacktbild-Apps", die mithilfe von Algorithmen Personen auf Fotos digital entkleiden, verboten werden. Ein weiteres zentrales Anliegen ist ein digitales Schutzgesetz, das Plattformen verpflichten würde, schädliche Inhalte zügig zu löschen und bei der Identifizierung der Verantwortlichen zu helfen.
Das Bündnis setzt sich außerdem für ein Modell der ausdrücklichen Zustimmung ("Only Yes means Yes") in Fällen sexueller Gewalt ein. Dabei würde nur ein explizites "Ja" als gültige Einwilligung gelten – und die Beweispflicht in solchen Verfahren würde sich verschieben.
Stand März 2026 liegt noch keine offizielle Reaktion der deutschen Politik auf den Zehn-Punkte-Plan vor. Die Vorschläge werden weiterhin öffentlich diskutiert, während das Bündnis weiter auf rechtliche Änderungen drängt. Das Ergebnis könnte maßgeblich prägen, wie Deutschland Gewalt gegen Frauen – sowohl offline als auch online – künftig bekämpft.






