04 April 2026, 12:22

16-Jähriger aus Münsterland wegen IS-Unterstützung vorläufig festgenommen

Plakat mit fetter schwarzer Schrift "Wir fordern jetzt ein Ende der Polizeigewalt" auf weißem Hintergrund mit schwarzem Rahmen.

Verdächtiger IS-Sympathisant wieder bei Eltern - 16-Jähriger aus Münsterland wegen IS-Unterstützung vorläufig festgenommen

Ein 16-Jähriger aus dem Münsterland wurde am Freitagabend vorläufig festgenommen, weil er im Verdacht steht, die Terrororganisation "Islamischer Staat" (IS) unterstützt zu haben. Die Polizei durchsuchte das Elternhaus des Jugendlichen in Nottuln und entließ ihn nach einer Vernehmung wieder in die Obhut seiner Eltern. Die Behörden bestätigten, dass der Teenager in sozialen Medien Beiträge geteilt hatte, die mit der Terrorgruppe in Verbindung stehen – darunter auch Aufnahmen von Waffen.

Die Ermittlungen begannen, nachdem die Polizei auf die Online-Aktivitäten des Jugendlichen aufmerksam geworden war. Bei der Durchsuchung seines Zuhauses beschlagnahmten die Beamten ein Mobiltelefon, ein Messer sowie mehrere Waffen. Bei den meisten handelte es sich um Attrappen, doch ein Gegenstand wird noch von Experten auf seine Echtheit überprüft.

Der Jugendliche wurde vernommen, noch am selben Tag aber wieder auf freien Fuß gesetzt. Die Polizei ging von keiner akuten Gefahr aus, und es bestanden keine rechtlichen Gründe für eine weitere Ingewahrsamnahme. Dennoch ermitteln die Verfassungsschützer weiter wegen des Verdachts auf Verbindungen zum IS.

Die Münsteraner Polizepräsidentin Alexandra Dorndorf betonte das Vorgehen der Behörden in solchen Fällen. Man handle mit Sensibilität, Wachsamkeit und Schnelligkeit, wenn es um mögliche extremistische Aktivitäten gehe. Auch der Jugendhilfedienst wurde über den Fall informiert.

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Der Teenager bleibt zwar weiterhin Gegenstand der Ermittlungen, befindet sich aber derzeit nicht in Haft. Weitere Details zur laufenden Untersuchung gab die Polizei nicht bekannt. Der Fall zeigt die Herausforderungen auf, die mit der Überwachung extremistischer Tendenzen bei Jugendlichen in Deutschland einhergehen.

Quelle